Offene Willkommenskultur des JUZ erhalten

 Seit jeher ist die Unterstützung des Jugendzentrums (kurz JUZ) Teil der ‚politischen DNA‘ der Grünen in Großkrotzenburg. Immerhin ging die Wiederaufnahme der offenen Jugendarbeit in den Kellerräumen des Bürgerhauses 1988 auf einen Antrag der Grünen Großkrotzenburg aus dem Jahr 1985 zurück. 

Warum ist uns die Kinder- und Jugendarbeit so wichtig?

Wir sehen das JUZ als einen Schutzraum für Kinder und Jugendliche, in dem jeder  willkommen ist und in dem er so sein darf, wie er ist, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Ganz wichtig ist uns dabei, dass dieses Angebot niederschwellig ist, d.h. es sind keine großen Hürden wie z.B. Anmeldungen zu überwinden.

Wer sich sportlich betätigen möchte, kann bei schönem Wetter draußen Basketball spielen, manchmal ist das JUZ auch in der Sporthalle. Und die Popstars von morgen können ohne Lärmbelästigung für die anderen an ihrem Sound oder der Gesangstechnik feilen. Einfach nur abhängen, kickern, oder Billard spielen ist natürlich auch OK.

Die Kinder und Jugendlichen finden hier zudem eine Anlaufstelle für ihre großen und kleinen Sorgen und Nöte, seien es persönliche Probleme oder auch nur Hilfestellungen bei Herausforderungen des Alltags, wie z.B. dem Schreiben einer Bewerbung.

Dabei fungiert die Jugendpflegerin als ein Ansprechpartner, der zwar erwachsen ist, aber  unabhängig von der Schule mit ihrer Leistungserwartung und auch kein Verwandter oder Erziehungsberechtigter mit einer eigenen Zielsetzung für die Zukunft des Kindes bzw. Jugendlichen.

Apropos Alltagstauglichkeit: Zusammen Kochen stiftet Gemeinschaft zwischen den Kindern und Jugendlichen und fördert ganz nebenbei eine Kompetenz, die so vielleicht zu Hause nicht erworben werden kann.  Weswegen das gemeinsame Kochen im JUZ im wöchentlichen Turnus auf dem Programm steht.

Auch die soziale Komponente des JUZ ist nicht zu unterschätzen. Ausflüge wie die jährliche Fahrt zum Europapark auch für Kinder aus ärmeren Familien sind nur möglich durch die finanzielle Förderung des JUZ.

Und selbst wer sein Kind nicht in das JUZ schickt bzw. gehen lässt:

Wer nutzt in den Sommerferien nicht gerne die zwei Wochen Entlastung bei der Betreuung der Kinder, die das Angebot der vom JUZ organisierten Ferienspiele bietet?

Dabei ist das JUZ für uns unabhängig von der weiteren Zukunft des Bürgerhauses – es ist für uns auch in anderen Räumlichkeiten vorstellbar. Wichtig ist in diesem Zusammenhang insbesondere eine durchgehende Jugendarbeit, damit das etablierte Vertrauensverhältnis bestehen bleibt. Auch bei einer Sanierung des Bürgerhauses wäre eine Übergangslösung notwendig. 

Die Besetzung der zweiten Jugendpfleger-Stelle halten wir für geboten: einerseits, damit die Jugendlichen auch einen männlichen Ansprechpartner haben, aber auch, um das JUZ seltener urlaubs- oder krankheitsbedingt schließen zu müssen, und um die Verantwortung für die Organisation der Ferienspiele auf mehr Schultern zu legen.

Wir Grünen sehen im JUZ eine Bereicherung für unseren Ort, für dessen Erhalt und Förderung wir uns weiterhin einsetzen werden.