Radfahren attraktiv machen! – Für ein gutes Miteinander von Auto-, Rad- und Fussverkehr

Grüne Großkrotzenburg/as In unserer Gemeinde lässt sich vieles ohne Auto erledigen: Supermärkte und Geschäfte, Schulen und Kindergärten, Sport und Vereine, Ärzte und Sonntagsbrötchen – viele Angebote sind da und in einer Entfernung, die sich wunderbar per Fahrrad machen lässt. Tatsächlich ist für viele Großkrotzenburger*innen das Fahrrad im Alltag ein gerne genutztes Verkehrsmittel.

Die Taunus-/Lindenstraße wird dabei von vielen gemieden: Dies entspricht dem Wunsch der Autofahrenden nach Geschwindigkeit, und gleichzeitig auch dem Wunsch der Radfahrenden nach Sicherheit. Stattdessen werden die Wege durch die Wohngebiete genutzt, wo das Verkehrsaufkommen so niedrig ist, dass eine gemeinsame Nutzung sowohl mit Fußgängern als auch mit Autoverkehr mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme gut machbar ist. Die Friedrichstraße ist die Fahrradstraße Großkrotzenburgs, wenn auch ohne Schild. 

Doch es gibt einige Dinge, die das Radfahren noch attraktiver machen könnten, und die wollen wir als Grüne Großkrotzenburg angehen. 

Mit dem Radverkehrskonzept des Main-Kinzig-Kreises und dem Konzept für den Radschnellweg Hanau-Aschaffenburg wurde in der Vergangenheit schon viel planerische Vorarbeit geleistet. Es gab die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung und viele haben sich mit Ideen und Vorschlägen eingebracht. Wir stehen nun dafür, diese Konzepte Stück für Stück aus der Schublade in die Realität zu holen.  

Besonders machen wir uns für die folgenden Verbesserungen stark: 

  1. Fuss- und Radweganbindung Waldseesiedlung: Sie schafft einen sicheren Weg zu den Supermärkten und umgeht die Engstelle zwischen Oberwaldstraße und Rossmann. Dieser Weg ist bereits seit Jahren geplant und im Haushalt vorgesehen. Wir drängen auf eine zeitnahe Realisierung. 
  2. Instandsetzung und Ausbau des Wegs nördlich entlang der Bahnlinie vom Bahnhof Großkrotzenburg bis Kahl (der “Vulkanweg”): Dies ist für dutzende Schüler der Kreuzburg der tägliche Schulweg. In den Stoßzeiten ist die Straße stark befahren, Elterntaxis drängen sich mit Schulbussen. Radfahrende sollten daher besser direkt an der Bahnlinie fahren, doch der Weg gleicht einer Vulkanlandschaft und ist nur als Fußweg ausgeschildert. Im Konzept des Radschnellwegs Hanau-Aschaffenburg ist dieser Weg ein Teilstück, d.h. für den Ausbau können  Fördermittel beantragt werden. Ja, möglicherweise wird der 4-spurige Ausbau der Bahnstrecke in Zukunft sowieso Bauarbeiten in diesem Bereich bringen. Doch da nicht klar ist, ob dies wirklich in den nächsten 10 Jahren etwas wird, sollte die Gemeinde nicht so lange untätig warten.
  3. Mehr gemeinsame Nutzung bestehender Wege: Wir machen uns stark für das einfache Schildchen “Fahrrad frei” an Einbahnstraßen und Fussgängerdurchlässen. Das Verkehrsaufkommen in den Wohngebieten ist im Allgemeinen gering, de facto nutzen Fahrradfahrer diese Wege. “Fahrrad frei” bedeutet, dass Fussgänger Vorrang genießen und Rücksicht genommen wird. Radfahrer müssen sich aber nicht mehr als regellose Rowdies fühlen, wenn sie einen leeren Weg benutzen.
  4. Bessere Fahrradabstellmöglichkeiten am Bahnhof, die ein sicheres Abschließen des Rahmens ermöglichen.
  5. Eine weitere Verbesserung des Mainuferwegs ist ebenfalls wünschenswert. Die oberflächliche Sanierung hat schon deutliche Fortschritte bewirkt, aber ist keine dauerhafte Lösung. Kurzfristig sehen wir andere Investitionen höher auf der Prioritätenliste, aber perspektivisch wollen wir auch hier eine bessere Lösung.

Radfahren soll für Alte und Junge sicher und komfortabel sein. Dafür wollen wir uns als Grüne einsetzen und bitten um Ihre Stimme bei der Kommunalwahl. Mit Ihrer Unterstützung bekommt die Friedrichstraße dann vielleicht doch noch ihr Schild “Fahrradstraße”, wie wär’s?