Klimaschutz braucht Mut

Die Krotzebojer Grüne sind erschrocken und entsetzt über die Bilder die wir zur Flutkatastrophe sehen müssen.
Wir drücken unsere tiefe Anteilnahme den Opfern und Hinterbliebenen der
Überschwemmungen aus.

Auf der einen Seite riesige Brände in den USA und zeitgleich Starkregenereignisse bei uns machen deutlich, dass der Klimawandel in vollem Umfang im Gange ist.
Dabei gibt es kaum noch Menschen die bezweifeln, dass der Klimawandel menschengemacht ist!
Die Ursachen sind vielfältig und global. Global denken und lokal handeln, lautet daher die Devise!

Nun sind sich die Krotzebojer Grüne im Klaren darüber, dass wir von Großkrotzenburg aus nicht den weltweiten Klimawandel aufhalten können.
Trotzdem macht es Sinn auch das kleinteilige Klima vor Ort zu betrachten.
Derzeit gibt es Überlegungen bei uns, weitere Flächen durch Bebauung in Richtung Kraftwerk zu versiegeln. Nach unserer Meinung berührt eine Inanspruchnahme der bisherigen Freifläche die Frischluftschneise die vom
Niederwald bis zum Main reicht. Um festzustellen, ob wir mit unserer Annahme der Beeinflussung des Mikroklimas richtig liegen, haben wir folgenden Antrag in der Gemeindevertretung gestellt:

Der Gemeindevorstand wird beauftragt, ein vertiefendes stadtklimatisches Gutachten für den Bereich einer Wohn- und gemischten Baufläche im Bereich des westlichen Ortseinganges nördlich der Taunusstraße vorzulegen.

Die Begründung des Antrags lautet wie folgt:

Die Expertise soll eine fundierte Beratungsgrundlage zur Beurteilung der mikroklimatischen Auswirkungen durch eine Inanspruchnahme der Frischluftschneise zwischen dem Gewerbegebiet „An der Limesbrücke“ und der vorhandenen Wohnbebauung am „Hochhaus“ zur Verfügung stellen.

Zitat „Städtebauliche Klimafibel“
des Ministeriums für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg:

„Die topographischen Gegebenheiten haben im Zusammenhang mit dem lokalen Luftaustausch nicht nur eine passive, die Windströmung durch Abbremsung, Umlenkung oder Kanalisierung beeinflussende Funktion. Sie übernehmen vielmehr bei windschwachen Strahlungswetterlagen eine durchaus aktive Rolle, weshalb es berechtigt ist, im Hinblick auf die damit verbundenen klimaökologischen Ausgleichsleistungen von „klimaaktiven Flächen“ zu sprechen.“

Auch das Baugesetzbuch (BauGB) fordert in § 1 Abs. 5, dass die Bauleitpläne eine nachhaltige städtebauliche Entwicklung gewährleisten, die die sozialen, wirtschaftlichen und umweltschützenden Anforderungen auch in Verantwortung gegenüber künftigen Generationen miteinander in Einklang bringt.

Sicher ist, dass einmal versiegelte Flächen nur selten wieder zurück gebaut werden und damit schaffen wir die feststehenden Voraussetzungen für künftige Generationen in unserer Gemeinde!

Eine Mehrheit für eine direkte Annahme und Umsetzung des Antrag fand sich leider nicht. Stattdessen wurde der Umwelt- und Bauausschuss beauftragt, zu einem späteren Zeitpunkt im Verfahren zu entscheiden, ob ein solches Gutachten nötig ist. Wir seien noch nicht weit genug fortgeschritten bei der Schaffung des Aufstellungsbeschlusses, um jetzt bereits die Frage einer Beeinträchtigung zu klären.
Die Krotzebojer Grüne sind hier gegensätzlicher Ansicht. Bevor weiteres Hirnschmalz und Arbeitszeit in Planungen investiert werden, muss zuerst die Klärung offener Fragen im Vordergrund stehen!
Die Erstellung eines solchen Gutachtens erfordert Zeit, eine Beauftragung sollte frühzeitig erfolgen, sodass die Ergebnisse noch Eingang in die Beratungen finden und nicht erst vorliegen, wenn bereits die Bagger rollen.

Gravierendes Fehlverhalten von Bürgermeister Bauroth; Resolution der Gemeindevertretung

Am 16.07.2021 hat die Gemeindevertretung Großkrotzenburg eine Resolution, in welcher Sie
gravierendes Fehlverhalten, Mängel und Versäumnisse von Bürgermeister Thorsten Bauroth
feststellt und benennt, einstimmig beschlossen. Anhand besonders schwerwiegender Beispiele
haben die Fraktionen die Feststellungen der Resolution veranschaulicht.
Die Fraktion der Krotzebojer Grüne stellt nachfolgend ihre Fallbeispiele dar.

Verlust von Fördermitteln in Höhe von 96.000 Euro durch nicht Verwendung

Am 23.09.2016 hat die Gemeindevertretung auf Antrag der KG und FDP die Entwicklung eines
städtebaulichen Konzepts samt entsprechender Planungen beschlossen.
Trotz wiederkehrender Sachstandsanfragen blieb der Vorgang in der Verwaltung bis Ende 2018
nahezu unbearbeitet.
Am 11.12.2018 beschließt der Gemeindevorstand auf Vorschlag aus der Verwaltung ein
Interessenbekundungsverfahren zur Gründung einer Stadtentwicklungsgesellschaft und in diesem
Zusammenhang auch die Beantragung der Fördermittel zur Förderung eines nachhaltigen
Wohnumfelds in neuen Wohnquartieren des Landes Hessen. Zu diesem Zweck soll auch ein
Planungsbüro als Partner gewonnen werden. (12.12.2018 Fördermittel wurden beantragt)

Am 27.06.2019 wird der Umwelt- und Bauauschuss erstmals durch die Bauverwaltung über die
Bewilligung der Fördermittel informiert, jedoch liegt die Aufgabenpriorisierung der
Bauverwaltung auf anderen Themen.

Zur Sitzung der Gemeindevertretung am 18.10.2019 wird die Bitte eingereicht, den Fraktionen den
tatsächlichen Bewilligungsbescheid zur Verfügung zu stellen, was nicht erfolgt ist.
Auch die Frage zur weiteren Vorgehensweise blieb durch den Bürgermeister ebenfalls
unbeantwortet.
Im HFA am 25.10.2019 wurde auf die Frage, ob die Fördermittel denn nun verbucht wären, lapidar
geantwortet, die Mittel müssten wieder zurückgegeben werden, da eine Verausgabung bis zur Frist
am 15.11.2019 nicht gelingen wird.
Es wurde ausdrücklich darum gebeten, alles zu versuchen, um eine Fristverlängerung zu erreichen.
Auf die Frage, seit wann der Bescheid im Haus sei, wurde eingeräumt, dieser sei bereits im März
2019 eingegangen, es ließ sich jedoch leider kein Planer finden.

Erst am 28.10.2019 wurde der Zuwendungsbescheid via Mail an die Fraktionen verteilt.

In der aktuellen Stunde des HFA am 14.01.2020 wurde gefragt, ob eine Fristverlängerung beantragt
wurde. Die Antwort lautete: Nein!

Hier wurden mit Gleichgültigkeit, fehlendem Interesse und mangelhafter Aufgabenpriorisierung
finanzielle Mittel in Höhe von 96.000 Euro verschenkt und ein Schaden zu Lasten der Bürger
geschaffen.

Zulagen Rufbereitschaft Asylbetreuung

Bei den Beratungen des Gemeindehaushalts für 2019 vor 2,5 Jahren hat sich herausgestellt, dass der
Mittelansatz für Zulagen im Fachbereich 3 Ordnungsamt sich zum Vorjahr von 18.000 Euro auf
35.000 Euro nahezu verdoppelt hat.
Trotz wiederholter Nachfragen der Fraktionen, worin sich dies begründet, konnte oder wollte Herr
Bauroth diesen Umstand nicht erklären.
Im Zuge der schlechten Finanzlage und des Einspardrucks war die Gemeindevertretung nicht
gewillt, eine derartige Mittelerhöhung ohne überzeugende Begründung zu bewilligen und beschloss,
dass der Mittelansatz auf den Vorjahreswert von 18.000 Euro reduziert und gesperrt wird.
Der Bürgermeister war aufgefordert, dem Haupt- und Finanzausschuss eine Kostenaufstellung aller
Zulagen und Zuschüsse für den Fachbereich 3 vorzulegen und seinen Mittelbedarf nachvollziehbar
zu erläutern. Der Ausschuss sollte dann über die Freigabe oder weitere Sperrung der Gelder
entscheiden.
Dies war Ende 2018.

Trotz mehrfacher Rückfragen im Laufe des Jahres 2019 erhielten die Gemeindevertreter keine
Auskunft.
Die Reaktion der Gemeindevertretung auf die Verweigerungshaltung des Bürgermeisters, den
gewählten Vertretern die notwendigen Unterlagen vorzulegen und die Sachverhalte zu erläutern,
waren unter anderem die Einrichtung des Akteneinsichtsausschusses und die Sonderprüfung des
Amtes für Prüfung und Revision des Main-Kinzig-Kreises.

Erstmals wurde den Gemeindevertretern nach Rückfragen in den intensiven Beratungen des 1.
Nachtragshaushalts im November 2019 zu diesem Sachverhalt eine Aufstellung aller gemeindlichen
Zulagen bis Mitte 2019 inklusive einer Hochrechnung bis Jahres Ende vorgelegt, weiter Unterlagen
blieben aus.

Erst am 24.09.2020 wurde eine Stellungnahme des Bürgermeisters vorgelegt, in welcher er
begründet, dass er sich berechtigt sah, in Vorwegnahme eines aus seiner Sicht möglicherweise
schlechten Beschlusses der Gemeindevertretung, die gewünschten Unterlagen und Auskünfte für
den HFA bewusst zurückgehalten und die Zulagen aus anderen Mitteln des Haushalts bezahlt zu
haben.

Tatsächlich haben im Jahr 2018 insgesamt 20 Bedienstete der Gemeinde Zulagen in Höhe von rund
94.000 Euro erhalten davon alleine zwei Personen aus dem Fachbereich 3 Ordnungsamt
Asylbetreuung fast 30.000 Euro!
Wie es sich trotz des bereits damals kritischen Hintergrunds erklärt und rechtfertigt, dass zwei
Personen knapp 32% aller gemeindlichen Zulagen im Jahr 2018 erhalten haben, scheint für Herrn
Bauroth bis heute in keinsterweise erklärungsbedürftig, um nur ein Beispiel zu nennen.

Handhabung Konfliktsituation Asylbetreuung

Das mittlerweile von der Staatsanwalschaft als Mord eingeschätzte Tötungsdelikts am 13.01.2021
hat die gesamte Gemeinde geschockt. Infolge kamen von vielen verschiedenen Seiten Fragen und
teils auch schwere Vorwürfe auf.
Jenseits der strafrechtlich relevanten Themen, welche undiskutabel in das Aufgabengebiet der
Ermittlungsbehörden fallen, sind es die Fragestellungen, wie es dazu kommen konnte, wie wir als
Gemeinde mit der Situation umgehen und was wir in Zukunft anders machen können, welche zu
klären, die Gemeindevertretung sich verantwortlich sieht.
Eine Haltung, die der Bürgermeister leider nicht zu teilen scheint.

Angefangen mit den Anfragen der Fraktionen, die Herr Bauroth ausweichend, bisweilen sarkastisch
oder auch gar nicht zu beantworten pflegt, zeugt vor allem sein Umgang mit den Bewohnern der
Gemeinschaftsunterkunft nicht von ehrlichem Interesse und Empathie für deren Situation.
So wurde der Offene Brief der Bewohner an Bürgermeister und Landrat trotz wiederholter
Aufforderung und entsprechender Zusage erst Wochen nach Veröffentlichung der
Gemeindevertretung zur Verfügung gestellt.
Ein anderer Brief, welcher sogar an die Gemeindevertretung adressiert war, wurde dieser ebenfalls
für Wochen schlicht weg vorenthalten. Nur durch einen glücklichen Zufall erlangten die Fraktionen
von diesem Schreiben Kenntnis und konnten so die Herausgabe gezielt anfordern.
Herr Bauroth kommentierte die wochenlange Unterschlagung der Briefe lapidar mit Vergesslichkeit.

Als Anfang Februar durch eine Bürgerin Kontakt zu Gemeindevorstand und Gemeindevertretung
hergestellt und für den 08.02.2021 eine Videokonferenz mit einigen der Bewohnern der
Gemeinschaftsunterkunft angeboten wurde, sodass diese mit den Mandatsträgern ins Gespräch
kommen und ihre Anliegen vorbringen konnten, erklärte Herr Bauroth wenige Stunden vor dem
geplanten Termin via Mail an den angesprochenen Adressatenkreis, er habe die betroffenen
Mitarbeiter befragt und es könne festgestellt werden, dass die Vorwürfe und Behauptungen nicht
ansatzweise der Wahrheit entsprechen und wegen der unzutreffenden Vorwürfe auch Strafanzeige
und Strafantrag gestellt werden würde.
Somit traf Herr Bauroth für sich bereits eine Festlegung, was die strafrechtliche Gemengelage
anbelangt, welche doch ausdrücklich die Ermittlungsbehörden zu klären hätten und ließ sich dann
noch am 09.02.2021 in mehreren Medienberichten mit dem Versprechen auf lückenlose Aufklärung
zitieren.

Sein Verhalten in der Folge war jedoch nicht durch lückenlose Aufklärung geprägt.
Im Gegenteil wurde durch den Bürgermeister auch in dieser Thematik massiv gemauert und alle
Ansätze der Mandatsträger als unangebrachte Einmischung in seinen persönlichen
Zuständigkeitsbereich abgetan sowie seinerseits Maßnahmen ergriffen, die die Aufklärung
sicherlich nicht erleichtern.

So hat Herr Bauroth für Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft, die die beiden Briefe
unterzeichnet haben, beim Landratsamt Anträge auf kurzfristige Verlegung gestellt, dar er
als einzige Erkenntnis aus den besagten Schreiben, einen Verlegungswunsch der Betroffenen
ableitete, ohne überhaupt mit diesen gesprochen zu haben. Eine bedauerliche Fehlinterpretation
seinerseits wie nach vielfachem Protest und gegenteiligem Beschluss der Gemeindevertretung vom
26.02.2021 beiläufig durch Herrn Bauroth eingeräumt wurde.
Auf ebendiesen gemeinsamen Beschluss der Fraktionen, welcher bereits den Wunsch des Gremiums
nach einer personellen Umorganisation der Asylbetreuung zum Ausdruck brachte, reagierte der
Bürgermeister, indem er fast schon zynisch ab dem 01.03.2021 die Tätigkeit der Asylbetreuung in
der Unterkunft beendete und die Bewohner seither nur noch nach Terminvereinbarung im Rathaus
ihre Anliegen vortragen können und eine Betreuung erfahren, weiterhin jedoch durch die selben
Personen.

Am Nachmittag des 05.03.2021, mit nicht einmal zwei Tagen Vorlauf, wurden an die Bewohner der
Gemeinschaftsunterkunft kurzfristig Einladungen zu Einzelgesprächen hinsichtlich ihrer
Betreuungssituation für Sonntag, den 07.03.2021 im Bürgerhaus verteilt, worüber außer dem
damaligen Vorsitzenden der Gemeindevertretung weder Gemeindevorstand noch die übrigen
Mandatsträger informiert wurden und den Bewohnern kaum Möglichkeit zur Vorbereitung gab.
Als Reaktion erschienen zu dem genannten Termin über 20 Bewohner der Unterkunft, diverse
Mandatsträger und einige Bürger, welche die gewählte Vorgehensweise kritisierten und Herrn
Bauroth um ein alternatives Gesprächsformat baten. Im Laufe der dortigen Diskussion zeigte sich nicht nur, dass bei diesem Termin die Bewohner im Einzelgespräch zur schriftlichen Widerrufung
ihrer Unterschriften aus den beiden Briefen bewegt werden sollten, sondern auch, dass
Bürgermeister Bauroth während der gesamten Zeit den Asylbewerbern trotz direkter Ansprache
demonstrativ den Rücken zu wandte und diese förmlich mit Missachtung strafte.

Dieser rote Faden zieht sich die letzten Monate bis heute durch.
nach wie vor zeigt Herr Bauroth kein Verständnis für die Sorgen und Anliegen der Bewohner sowie
keine Bereitschaft, sich diese überhaupt einmal anzuhören und führt stattdessen an, für ihn gehe es
um den Schutz seiner Mitarbeiter und deren Unschuldsvermutung.
Diese von der Asylbetreuung abzuziehen, käme einer Vorverurteilung gleich und betont, die beiden
Mitarbeiter seien diejenigen, welche Angst hätten, sich gehetzt und bedroht fühlten.

Der Widerspruch, seine Mitarbeiter schützen zu wollen, diese jedoch nicht von den Aufgaben
abzuziehen, obwohl diese laut Herrn Bauroth selbst Angst haben und sich bedroht fühlen und die
aufgeladene Situation jederzeit zu neuen Konflikten führen kann, scheint der Bürgermeister nicht
sehen zu können oder zu wollen.

Auf die wiederholte Frage zuletzt am 07.07.2021 im Sozialausschuss, ob Herr Bauroth nicht
endlich organisatorische Maßnahmen ergreifen wolle, um diese Konfliktsituation zu entflechten und
eine Deeskalation und Beruhigung zu ermöglichen, antwortete er schlicht weg „Nein“!

Das Verhalten von Bürgermeister Bauroth in dieser ganzen Entwicklung kann weder als neutral
oder gar aufklärerisch noch vernünftig oder verantwortungsvoll bezeichnet werden.
Stattdessen erleben wir einen Mangel an Transparenz und Einsicht bis hin zur Verweigerung und
Blockade mit Verweis auf seine alleinige Zuständigkeit.

Herr Bauroth hat Recht, nur er hat die Befugnis, die zwingend notwendigen Maßnahmen zu
ergreifen, nur er trägt für diese Situation die Verantwortung und es ist unzumutbar, dass er sich nicht
entsprechend verhält.

Feige und unaufrichtig – FDP lenkt mit Schwarzmalerei von Lobbypolitik ab

Wer die politische Diskussion des letzten Jahres rund um das Bürgerhaus verfolgt hat, kommt bei den letzten Pressemitteilungen einiger Personen und Parteien gelinde gesagt ins Staunen. Von plötzlicher Kündigung, Zerstörung von Infrastruktur und katastrophalen finanziellen Folgen für die Gemeinde ist die Rede und es wird so getan, als gäbe es nicht den Hauch, nicht den Ansatz oder auch nur eine Idee zur zukünftigen Lösung für das Bürgerhaus, dabei haben alle bisherigen Parteienihre grundsätzlichen Richtungsvorstellungen bereits letztes Jahr geäußert.

Dass die lange Jahre für den Pächter äußerst rentable Pachtlösung weiterverlängert werden muss, um für diesen nach Möglichkeit nachteilige Veränderungen zu verhindern, ist seit Jahren gemeinsame Linie vor allem von FDP und Bürgermeister Thorsten Bauroth. Die politische Linie der Kollegen ist klar, mit wiederkehrenden Bedenken und Vorwänden wird die Diskussion in der Schwebe gehalten und durch den Bürgermeister die Bearbeitung in der Verwaltung schleifen gelassen, sodass es keine Bewegung gibt. Gerade wo die Liberalen ansonsten immer die Ersten sind, die Belastungen der Bürger hervorzuheben, ist hiervon in dieser Debatte nichts zu spüren.
Wieso die Gemeinde bei einem Pachtzins von nur einem Euro auch weiterhin alle Kosten zur Unterhaltung des Gebäudes bis hin zu den Nebenkosten tragen solle, obwohl auf der einen Seite dort kaum noch eine Nutzung durch die Gemeinde, geschweige denn Vereine oder Bürger stattfindet und auf der anderen Seite der Pächter, was man so hört, mit einer einzigen Veranstaltung schon mal Umsatz im fünfstelligen Bereich erzielt, bleibt von den Kollegen unbeantwortet. Ebenso unbeantwortet bleibt die Frage, womit eine solche Ungleichbehandlung gegenüber den anderen ortsansässigen Gastronomen zu rechtfertigen ist, denen nicht ansatzweise ein solches Engagement entgegen gebracht und deren „Niedergang“ lediglich beiläufig beklagt wird. Stur nach dem Motto, der Pachtvertrag war schon immer so, dass können(„wollen“) wir jetzt nicht mehr ändern.

Den ausdauernden Verhinderungsversuchen zum Trotz trat im Juni 2020 durch Gespräche mit möglichen Investoren eine Situation ein, die zu einem konkreten Lösungsweg führen könnte. Auch hierauf musste eine Antwort gefunden werden, denn der jahrelange IST-Zustand würde womöglich nicht mehr lange funktionieren.
Die Antwort war ein pächtergenehmes Investormodell, sprich die Erbpachtlösung für mindestens 50 Jahre. Bevor also die Gemeindegremien nach den Investorengesprächen vielleicht noch eine andere Entscheidung treffen würden, musste schnellstmöglich ein beratungsfähiger Entwurf eines Erbpachtvertrages vorgelegt und mit aller Macht durch den Gemeindevorstand gebracht werden.

Wo die Kollegen und Herr Bauroth vielerorts Bedenken, Zweifel und Verfahrensfragen hatten, findet die Vorstellung, die Gemeinde könne das ganze Areal dem Bürgerhauspächter in Erbpacht übertragen, hingegen regen Zuspruch. Interessant ist hierbei, dass ebenjene Akteure dem Gebäude einen ganz unterschiedlichen Wert beimessen, je nach dem was diskutiert wird. Denn wenn es um Ideen ging, welche einen Abriss des Gebäudes vorsahen, eben weil die Bausubstanz nichts mehr wert ist, war der Aufschrei groß und es wurde betont, welche Chancen das Gebäude hätte, wie günstig im Vergleich doch eine Sanierung sei und das wir all das nur mit der Erbpachtvariante erreichen würden. Ging es dann jedoch um die Erbpachtvariante, war das Gebäude so wenig wert, dass die Gemeinde höchstens etwas für das Grundstück verlangen könne, keinesfalls jedoch mehr als die Kosten für die Abschreibung und den Abriss, sprich im besten Fall kostendeckend, denn alles andere wäre ja für den Pächter ruinös.

Es drängte sich der Eindruck auf, die Gemeinde müsste schon fast dankbar sein, für einen solch großzügigen Vorschlag. Der Gemeinde bliebe nicht nur dem Vernehmen nach erspart, eine Fläche von ca. 7.000 qm in bester Lage einer neuen für alle Bürger vorteilhaften Nutzung zu führen zu müssen. Viel mehr würde die Gemeinde auch noch von der Verantwortung für das Bürgerhaus befreit, wenn sie das „Problemgebäude“ samt Gelände nur an den Pächter geradezu „verschenkt“, in der Hoffnung dieser würde dort schon irgendeinen Mehrwert für die Gemeinde schaffen.

Das Ziel ist klar. Jede andere Überlegung, jeder andere Lösungsversuch ist zu verhindern, ist zu verzögern, bis als einzige noch realisierbare Variante der Erbpachtvertrag übrig bleibt! Daher kann man in allen Medien den Sirenengesang hören, sobald der Versuch unternommen wird, dieses Feld wieder anzugehen. Ein Gesang im Übrigen, in welchen auch ein ehemaliger Bürgermeister unseres Ortes, seit Jahren in der Immobilienbranche tätig, als freischaffender Interessenvertreter und beratende Stimme von Bürgermeister Thorsten Bauroth nur allzu gern mit einstimmt.
Bürgermeister Bauroth erklärt dann auch offen und bei jeder Gelegenheit, dass der aktuelle Pachtvertrag aus seiner Sicht rechtswidrig und ein Erbpachtvertrag mit dem Pächter die einzige Option sei. Anstatt die Interessen der Bürger zu vertreten und in deren Sinne für Rechtssicherheit und Ausgleich zu sorgen, wird von Bauroth und Konsorten mit großen Krokodilstränen die Ungerechtigkeit für den Pächter beklagt, jedoch kein Wort über die Ungerechtigkeit gegenüber den Bürgern verloren.

Die ehrliche Argumentation pro Erbpachtvertrag ist nun aber eben dünn und so wird viel lieber ein ganz anderes Bild gezeichnet.
Das Bild vom Ende des Jugendzentrums, ein Szenario, welches ununterbrochen mit sorgenvollem Unterton gerade von der FDP beschworen wird, die sich ansonsten nicht im Geringsten für das Jugendzentrum und die großartige Arbeit, die dort verrichtet wird, interessiert. Hier wird die Existenz des JUZ mit dem Fortbestand des Pachtvertrages verknüpft und infolge die Kündigung des Pachtvertrages mit einer direkten Existenzbedrohung für das JUZ gleichgestellt. Unsachlich und nicht wahrheitsgemäß wird behauptet, der zeitnahe Abriss des Gebäudes wäre beschlossen, der Pächter müsste bald seinen Betrieb einstellen, das JUZ zwingend verlegt werden und die Gemeinde einen hohen Vermögensverlust abschreiben.

Solche Behauptungen aufzustellen und damit Ängste und Sorgen zu schüren, nur um davon abzulenken, dass die eigene politische Position den allermeisten Bürgern wohl kaum vermittelbar ist, ist feige und unaufrichtig.
Dies gilt sowohl für den Fraktionsvorsitzenden der FDP, der in der Gemeindevertretersitzung am 25.06.2021 im gleichen Redebeitrag mehrfach das Ende des JUZ anmahnte, um sogleich von den anderen Fraktionen mehr Ehrlichkeit einzufordern und den Beigeordneten Alexander Noll, auf dessen Druck die Liberalen letztes Jahr eingeknickt sind und die grüngelbe Koalition ihrer einseitigen Lobbypolitik geopfert haben, wie auch für Bürgermeister Bauroth, der nur zu betonen weiß, was die Gemeinde dem Pächter alles schuldig sei.

Doch nichts davon wurde beschlossen, nichts davon trifft zu! Am 25.06.2021 hat die Gemeindevertretung nur eines beschlossen, die fristgerechte Kündigung des Pachtvertrages.

Fakt ist, dass in keiner Weise von einer plötzlichen oder vollkommen unerwarteten Kündigung gesprochen werden kann, sondern von der Ablehnung einer weiteren Vertragsverlängerung. Der nun gekündigte Nachtrag zum Pachtvertrag für das Bürgerhaus sieht noch eine Laufzeit von 1,5Jahren bis zum 31.12.2022 vor und wäre darüber hinaus noch um ein weiteres Jahr verlängert worden, wenn die Gemeinde nicht bis zum 30.06.2021 gekündigt hätte, wie im Vertrag vorgesehen.

Fakt ist, dass die Zukunft des JUZ in keiner Weise in Frage steht. Selbst wenn der Pachtvertrag und der gastronomische Betrieb beendet wären, könnte das JUZ selbstverständlich im Gebäude weitergeführt werden, denn beides hängt nicht voneinander ab.
Bereits vor 5 Jahren mit dem Beschluss zur Entwicklung der „Neuen Mitte“ wurden für den Fall, dass das Bürgerhaus nicht mehr nutzbar sein sollte, Übergangsräumlichkeiten für das JUZ begutachtet und für gut befunden, sodass eine Weiterführung gesichert ist. Zu dem sind die Räumlichkeiten des JUZ in die Jahre gekommen und u.a. nicht barrierefrei, weshalb es Sinn macht, eine Neuaufstellung des Jugendzentrums im Konzept „Neue Mitte“ vorzunehmen.
Für die Krotzebojer Grünen gilt: Das JUZ ist eine Institution und zwingender Bestandteil jedes Lösungswegs zur „Neuen Mitte“, daher lautet die Frage für uns nicht, ob es weiter ein JUZ geben wird, sondern lediglich wo!

Fakt ist, dass weder der Pächter sein Gewerbe unerwartet aufgeben muss, noch das Gebäude plötzlich abgerissen wird. Letztes Jahr waren sich alle Fraktionen zumindest einig, dass am Ende auch wieder eine Versammlungsstätte vorhanden sein soll.
Wenn diese auch zukünftig eine gastronomische Einrichtung beinhalten sollte, spricht aus Sicht der Krotzebojer Grünen grundsätzlich nichts dagegen, dem aktuellen Bürgerhauspächter ein Erstangebot einzuräumen.
Denn es geht nicht darum, den Pächter zu benachteiligen oder los zu werden, sondern um einen fairen und ehrlichen Ausgleich zwischen den Interessen des Pächters und den Interessen der Großkrotzenburger Bürgern, welche uns Gemeindevertretern ihr Mandat verliehen haben.

Für ungerechtfertigte Vorteile zu Lasten der Steuerzahler ist in unserer Gemeinde kein Platz und wir freuen uns, gemeinsam mit all jenen, die an einem Mehrwert für unsere Gemeinschaft ehrlich interessiert sind, endlich die unredlichen Blockadebemühungen zu überwinden und stattdessen ein Konzept zu erarbeiten und umzusetzen, dass unseren Ort bereichert und den Bürgern nutzt.

Mit dem Rad zum Bienenfutterautomaten

Am Samstag, den 10.07.2021, machten die Krotzebojer Grüne, auf Initiative von Lucas Bäuml, einen spontanen Fahrradausflug zur Gemeinde Bücherei Rodenbach. Das eigentliche Ziel war hierbei die Begutachtung des Bienenfutterautomaten, der im Eingangsbereich der Büchereiaufgestellt ist.

Gestartet wurde mit dem Rad um 12:45 am Vereinsheim des Nabu und dann direkt durch den Waldnach Rodenbach.

In Rodenbach konnten wir uns dann den Bienenfutterautomaten ansehen und natürlich auch kleine Blumensamenkapseln erwerben. In den Kapseln ist eine regionale artenreiche Blühmischung enthalten. Das Saatgut besteht aus sorgsam ausgewählten Blumen für die gefährdeten Bienen. Der Inhalt einer Kapsel ist ausreichend für ca. 1-2qm Blühfläche.

Die Futterautomaten selbst werden aus ehemaligen Kaugummiautomaten aufgearbeitet und diese sind somit einem sinnvollem Recycling zugeführt. Wir finden die Idee und Umsetzung sehr gut und wünschen uns auch in Großkrotzenburg einen solchen Automaten. Daher haben wir zur nächsten Sitzung der Gemeindevertretung einen entsprechenden Antrag gestellt.

Antrag: Der Gemeindevorstand wird beauftragt, bei Better World Machines – Inhaber: Sebastian Everding www.bienenautomat.de einen Bienenautomaten, nebst notwendigem Zubehör und Erstbefüllung mit Füllware für 50 -Cent-Münzung bei Bienenretter Manufaktur Christian Bourgeois www.bienenretter.com zu bestellen. Nach erfolgter Bestellung, soll mit einem Aufruf im amtlichen Mitteilungsblatt der Gemeinde, sowohl ein Aufstellungsort und die Betreuung nachgefragt werden. Der Gemeindevorstand soll nach Eingang von Bewerbungen den prädestiniertesten Standort und Pflege vergeben.

Wie funktioniert eigentlich Kommunalpolitik

Krotzebojer Grüne.- Im vergangenen Wahlkampf konnte man glauben, es ginge um das Rathaus. Dabei ging es um die Zusammensetzung der Gemeindevertretung in unserer Gemeinde. Die Gemeindevertretung ist das oberste Organ der Gemeinde und hat damit die Gestaltungshoheit. Dazu stellt sie Anträge – wenn Diesen eine Mehrheit der Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern zustimmt – an den Gemeindevorstand. Für die Umsetzung der Anträge ist der Vorsitzende des Gemeindevorstandes, der Bürgermeister mit seiner Verwaltung aufgefordert. Also die Gemeindevertretung fasst Beschlüsse, wie z.B. die Gestaltung des Mainufers (Antrag der Koalition aus 2017), kann aber nicht den Auftrag zur Umgestaltung vergeben. Selbst nach fünfmaligem gefordertem Sachstandsbericht im Umwelt-und Bauausschuss, konnte der Bürgermeister keinen Vollzug des Antragsinhaltes vermelden und der Antrag ist bis heute nicht umgesetzt!
Bei anderen Anträgen – nicht nur der Koalition – kann es auch zu einem finanziellen Verlust der Gemeinde führen. Ein gutes Beispiel von Antrag und „liegen lassen“ zeigt das Thema „Neue Mitte“. Gleich zu Beginn der letzten Legislaturperiode 2016 hat die Koalition den Antrag an den Gemeindevorstand gerichtet, ein städtebauliches Konzept erarbeiten zu lassen. Um dem Bürgermeister den Handlungsrahmen zu dem Antrag vorzugeben, haben die Grünen und FDP Arbeitsblätter erstellt. Bereits im Mai 2017 wurden im Rahmen einer Bürgerbeteiligung die Arbeitsblätter bei einem Informationsabend im Bürgerhaus den Großkrotzenburgerinnen und Großkrotzenburgern vorgestellt.
An einer der vielen Umwelt-und Bauausschusssitzungen zum Tagesordnungspunkt „Neue Mitte“ wurde von Seiten der Verwaltung mitgeteilt, dass der Gemeinde ein Förderbescheid des Landes Hessen in Höhe von 96.000.- € vorliegt, zweckgebunden um damit die „Förderung eines nachhaltigen Wohnumfeldes in neuen Wohnquartieren“ in der Neuen Mitte zu untersuchen. Da der Bürgermeister den Förderbescheid den Mitgliedern der Gemeindevertretung nicht frühzeitig bekannt gemacht hatte, war die Frist zu kurz um in dem Zusammenhang ein städtebauliches Konzept erstellen zu lassen. Die 96.000.- € waren damit für die Gemeinde verloren und bis heute liegt kein Konzept vor!

Ein schauriges Beispiel wie das Versagen des Bürgermeisters, wissentlich oder unwissentlich, deutlich macht, wie der Ablauf von Kommunalpolitik (nicht) stattfindet.

Wen es interessiert, kann eine Auflistung aller Anträge in der Gemeindevertretung für die Zeit von 2016 – 2020 einsehen:

Das Dokument befindet sich in der Originalformatierung und ist leider nicht gut ersichtlich. Sollte es eine überarbeitete Version geben, werden wie diese hier nachreichen. Man findet das Dokument auch permanent unter dem Menüpunkt „Links & Dokumente“.

Zusammenkommen in der Pandemie – Der Krotzebojer Markttag

Ein Jahr Pandemie, seit November Lockdown.
Dieser nunmehr fast Dauerzustand belastet und erschöpft uns alle.
Die Möglichkeiten sich zu treffen und zusammen zu kommen, sind auf wenige Personen und Haushalte beschränkt.
Wo es konnte, ist das kulturelle und soziale Leben ins Digitale geflüchtet oder scheinbar zum Erliegen gekommen.


Das ganze kulturelle und soziale Leben?
Zum Glück nicht!


In den letzten Monaten war einer der wenigen verbliebenen Horte des Miteinanders der Krotzebojer Markttag. Einmal im Monat findet sich am Römer Kastell der Markt ein und bietet neben einem kleinem Warenangebot an frischem Holzofenbrot, Obst und Gemüse ebenso wie
Burger, Bier und Spirituosen vorallem ein unschätzbares Angebot für das Zwischenmenschliche und genießt daher große Nachfrage, gerade in einer Zeit, da Veranstaltungen, Events und Feierlichkeiten quasi nicht mehr vorkommen.


Natürlich Coronakonform mit Abstand und Maske freut man sich dennoch regelmäßig auf den nächsten Markt und die Gelegenheit, endlich wieder Freunde, Nachbarn und Bekannte zu treffen, sich zu unterhalten und das Miteinander zu pflegen. Wenn auch nur für ein paar Stunden, wenn auch nur ein bisschen. Hat es doch gerade dadurch Seltenheitswert.

Ein Glück, dass wir diesen unseren Krotzebojer Markttag haben, mittlerweile gut etabliert und angenommen. Ein Glück, dass wir die engagierten Menschen haben, die dort das Angebot und den Rahmen stellen, welche ein mal im Monat viele Bürger dankbar in Anspruch nehmen.
Dass wir uns heute an diesem kulturellen „Kleinod“ erfreuen können, ist keine Selbstverständlichkeit.


Der Wunsch in Großkrotzenburg einen Markt zu haben, besteht bereits seit Jahren. Die Krotzebojer Grünen warben zur Kommunalwahl 2016 damit, sich für die Schaffung eines Backhauses und eines Marktes stark zu machen, in der Überzeugung, dass diese eine kulturelle Bereicherung für den Ort darstellen. Ursprünglich am Dalles angedacht, sollte der Wochenmarkt die Gelegenheit bieten, allerlei landwirtschaftliche Erzeugnisse vorzugsweise aus der Region und ohne unnötige Verpackung
erwerben zu können.
Die über Monate geführten Gespräche mit Standbetreibern etablierter Märkte wie Hanau und Alzenau und die Bemühungen, eine gemeinsame Basis und einen Termin zu finden, trugen leider keine Früchte. Eine Realisierung des Wochenmarktes rückte in weite Ferne.

Neu entfacht hat die Idee Michael Thieroff, dem gemeinsam mit Viktoria Eltner, Andreas Peschel und Michael Ruf die Initialzündung für den Markt gelang, den wir heute kennen.


Was war anders?
Der Ansatz, nicht mehr auswärtige Standbetreiber zu finden und dafür zu gewinnen, neben ihren festen Zeiten und Plätzen auf bestehenden Wochenmärkten, in Großkrotzenburg etwas neues zu versuchen.
Viel mehr bildeten das Fundament des Marktes heimische Standbetreiber und bilden es noch. Michael Thieroffs G-Town Beer Project, Andreas Peschels Äppelsche oder auch der Backverein, gehören zu den Konstanten, um die herum sich weitere Angebote gebildet haben und so dieses
Großkrotzenburger Unikat erst ermöglichten, dafür an die Markttag-Gruppe und den Marktverantwortlichen Michael Thieroff ein großes DANKE!


Aller Anfang ist schwer und so manche Hürde muss genommen werden, bis der Wagen rollt, daher haben die Krotzbojer Grüne politisch wie privat den Markt von Beginn an unterstützt und werden dies auch künftig tun, damit dieser weiter Bestand hat und sich entwickeln kann.


Wir freuen uns bereits auf den nächsten Markttag, wenn wir außer der einen oder anderen Leckerei wieder ein besonders Stück Großkrotzenburger Kulturguts genießen dürfen.

Bilder-Quelle: https://www.facebook.com/Markttag-108022373889038/?ref=page_internal

Medienkompetenz mit JUZ-TV

Berichterstattung live vor Ort

Krotzebojer Grüne.- Wenn die Bürger nicht zur Politik kommen, dann soll die Politik zum Bürger kommen! Die letzte Bürgerversammlung ist aufgrund der Pandemie ausgefallen. Damit ist bedauerlicher Weise eine Möglichkeit ausgefallen, bei der sich die Ortsbürger informieren und nachfragen hätten können.  Auch die Gemeindevertretersitzungen sind häufig schwach besucht. Dafür kann es viele Gründe geben. Die Krotzebojer Grüne möchten gerne erreichen, dass es eine moderne Art der Informationsmöglichkeit zur Arbeit der Gemeindevertretung geben wird. Denkbar wäre hierbei ein gemeinsames Projekt in Zusammenarbeit mit dem Jugendzentrum um zu erreichen, dass die Gemeindevertretersitzungen in einer Live-Übertragung verfolgt werden können. Neben der Schulung von JUZ-Besuchern im Bereich der Medienkompetenz, wäre es eine lohnende Möglichkeit politische Entscheidungen und Diskussionsprozesse in unserer Gemeinde nachvollziehbar zugänglich zu machen. Die notwendige Investition in die Ausrüstung und in die Köpfe der Jugendlichen wäre ein nachhaltiges Investment zum Nutzen für Jung und Alt!

Sollte das Projekt zustande kommen, ergäbe sich daraus eine langfristige, sinnvolle Perspektive für die Jugendlichen im Ort!

Warum also nicht von Zuhause aus eine Informationsquelle nutzen und live dabei sein oder auch im Videoarchiv stöbern.

Zugabe, Zugabe, Zugabe! Eine Woche ohne unsere Vorstellungsrunde? – Das geht natürlich nicht. Damit Ihr nicht auf die wöchentliche Dosis der Kandidat*innen der Krotzebojer Grünen verzichten müsst, haben wir für Euch noch eine allerletzte Vorstellung zusammengestellt (diesmal wirklich).

Zu einer Ur-Großkrotzenburgerin und einem Ex-Hanauer, kommt heute noch ein ganz besonderes Mitglied dazu!


Monika ist echte Krotzebojerin; 1998 ist sie mit ihren drei Kindern wieder in ihr Zuhause Großkrotzenburg gezogen und hat sich gleich für die Kommunalpolitik interessiert. Die Kinderbetreuung war auch schon zu dieser Zeit ein „heißes“ Thema und es gab keine Gemeindevertretungssitzungen (GV) zu dem Thema, die sie verpasst hätte. Der katastrophale Umgang miteinander innerhalb der GV hat sie dann aktiv werden lassen. Von der ersten Stunde der Krotzebojer Grünen war sie dabei und maßgeblich an der Gründung beteiligt. Politisch war sie sowohl im Gemeindevorstand, als auch in der Gemeindevertretung und in verschiedenen Ausschüssen mehrere Jahre aktiv.

Sie will in dieser Gemeinde weiter leben und das heißt für sie in Gemeinschaft; mit allen und für alle. Ihr liegt schon immer eine „gesunde“ Umwelt und das Soziale sehr am Herzen, allen voran die Kinder. Jeder in sie investierte Cent ist für Monika ein „Gewinn“.
Die Gemeinschaft soll auch durch belebte und schön gestaltete Plätze zum tragen kommen, weshalb sie sich für eine Belebung des alten Ortskerns einsetzt. Der von Michael Thieroff ins Leben gerufene Markttag, der sich perfekt in das Gemeindeleben eingefügt hat, ist für sie ein gutes Beispiel.

Für Monika spielt in der Politik ein fairer und konstruktiver Konsens eine übergeordnete Rolle; um diesen zu erreichen, möchte sie weder auf- noch nachgeben, sondern alles geben, um Hoffnung zu leben und die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Hierfür bringt sie durch ihre Berufe als Kreativtherapeutin und Künstlerin reichlich Ideenreichtum und Einfühlsamkeit mit und bereichert so seit Jahren die kommunale Politik.

“Ich will in dieser Gemeinde weiter leben und das heißt für mich in GEMEINSCHAFT; mit allen und für alle.

Ganz nach dem Motto:

Keine Knöllchen für Falschparker, sondern Rosen für alle, die die Gemeinde beleben.”

Monika Schaack (59)
Listenplatz 26
Dozentin


Auf Monika Schaack als Ur-Großkrotzenburgerin folgt unser nächster Kandidat. Er bezeichnet sich zwar als “Neubürger”, jedoch hat er eine volle Vita an Ehrenämtern und eine starke Verbundenheit zu seiner “neuen” Heimat Großkrotzenburg.

Jörg, gebürtig aus Hanau, zog es in eine kindgerechte und naturnahe Umgebung, weshalb er sich 2004 entschloss, nach Großkrotzenburg zu ziehen. Nach über 10 Jahren Eingewöhnung, ist Jörg stark im Ort verwurzelt. Vom Kassenwart, über Pressewart oder Elternvertreter, er engagierte sich schon in zahlreichen Positionen in unterschiedlichsten Vereinen. Er begeistert sich für verschiedenste Aktivitäten und ist unter anderem Mitglied bei den Wanderfreunden Edelweiß oder im Zupforchester. Wer genau hinhört, kann Jörg auch ab und an beim Gottesdienst in der Kirche am Limes als musikalische Begleitung hören. Als Diplom-Informatiker hat er im IT-Bereich deutscher Großbanken mehr als 25 Jahre Erfahrung gesammelt, die er der Gemeinde und der grünen Kommunalpolitik zugutekommen lassen möchte. Themenschwerpunkte, wie die ‘Transparenz und Effizienz steigern’, liegen ihm sehr am Herzen, da er sich, wie viele andere, um die Auswirkungen der finanziellen Situation in Großkrotzenburg Sorgen macht. Auch der Ausbau der ÖPNV Anbindung und des Radwegenetzes ist ihm ein Anliegen. Mit seiner erworbenen Erfahrung aus der freien Wirtschaft, möchte er sich für die Bürger*innen von Großkrotzenburg und die Krotzebojer Grünen einsetzen und hat sich somit für die offene Liste als Parteiloser aufstellen lassen.

Jörg Strempel (54)
Listenplatz 16
Programmierer


Vielleicht schon vermisst oder auch als zu alt oder in die Jahre gekommen abgetan, hat sich als letztes Mitglied der Vorstellungsrunde ein für viele Ortsbürger*innen alter Bekannter zurückgemeldet. Strahlend und im neuen Glanz präsentiert er sich Euch, um für einen frischen Wind im Ortsgeschehen zu sorgen. DER grüne Hänger an der Ortseinfahrt aus Richtung Preagberg ist zurück! Frisch abgeschliffen und hübsch angestrichen steht er nun an gewohnter Stelle als schöner Hingucker.

“Meinem alten Motto folgend ‘Da geht noch was’, möchte ich auch dieses Jahr die Bürger*innen zur Wahl am 14. März aufrufen.”

DER grüne Hänger (schon immer da)
Ehrenplatz
Rückkehrer aus dem Ruhestand


Ehrenamt

Viele Arbeiten werden als Selbstverständlich betrachtet, die Trainer*innen in einem Sportverein, die Gemeindevertreter*innen eines Kommunalparlaments, Kirchliche Betreuer*innen und viele weitere Arbeiten erledigen sich vermeintlich wie von allein. Was jedoch den wenigsten bewusst ist, ist die Tatsache, dass gerade diese „kleineren“ Arbeiten oftmals über Ehrenämter abgedeckt werden. Meist wenig oder gar nicht vergütet, wird sich für eine Sache engagiert, und hat als Lohn die Dankbarkeit seiner Mitmenschen. Insbesondere in kleineren Gemeinden, wie Großkrotzenburg, findet sehr viel Jugendarbeit innerhalb von Vereinen statt, es bilden sich Freundschaften, Gemeinschaft wird geschaffen und Kontakte ergeben sich, die unter anderen Umständen vielleicht nicht zustande gekommen wären.

Soziales Engagement ist und sollte ein strukturelles Kernelement einer funktionierenden Gesellschaft sein. Ehrenamtliche Arbeit sollte keine Selbstverständlichkeit sein, sie ist und bleibt ein Beitrag zu dem Gemeinwohl innerhalb einer Gesellschaft, in dem das Herzblut von vielen Personen einfließt.

Aus diesen Gründen ist es für uns als Krotzebojer Grüne von großer Wichtigkeit diese Wertschätzung und Anerkennung auch in den politischen Gremien voran zu bringen. Der Blick auf die ehrenamtliche Arbeit, die hier in unserer Gemeinde geleistet wird soll stärker in den Vordergrund gerückt werden. Zukünftig soll auch ein gezielter Austausch von ehrenamtlich Tätigen ermöglicht werden. Ebenso sollen weitere Förderungsmaßnahmen in der nächsten Legislaturperiode besprochen und angegangen werden.

Ehrenamt ist kein Beruf, sondern eine Berufung, es ist die Arbeit, die geleistet werden kann, die man gerne gibt und für die kein messbarer Gegenwert verlangt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig gerade diesen Personen die Aufmerksamkeit und Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen, denn im Gegensatz zum bundesweiten Trend wird sich hier noch für einander engagiert.

Nicht nur Kühe mögen Gras

Krotzebojer Grüne.- Wer den Kommunalwahlkampf bis jetzt verfolgt hat kann sehen, dass alle Parteien ihr Bestes versuchen sich und ihre Liste so gut es geht zu präsentieren. Dass dies natürlich ein anderer Wahlkampf ist als die Jahre zuvor, sollte jedem klar sein. Durch Corona und die daraus folgenden Einschränkungen ist der Wahlkampf auf gewisse Mittel beschränkt. Große Aktionen oder Stände an denen man sich mit den Listenkandidaten*innen austauschen kann fehlen. Öffentliche Diskussionsrunden können maximal in Online Sitzungen abgehalten werden. Welche Option bleibt ist die Printwerbung. Von Flyern über Plakate bis hin zu gigantische Banner und Aufstellern wird nun alles aufgefahren was die Kassen hergeben.

Wir bei den Krotzebojer Grünen haben uns bewusst gegen diese Materialschlacht entschieden und auf einen ressourcenschonenden Wahlkampf gesetzt.
Von der Plakatwerbung auf wiederverwendbaren Hängern oder Plakatständern, die an Knotenpunkten angebracht wurden, entgegen der heutzutage üblichen Wegwerf-Hohlkammerplatte aus PVC.
Über den Verzicht von wöchentlichen Einwürfen oder einmalig nutzbaren Bannern und Aufstellern. Natürlich wollten wir Euch auch unsere Programm, Ziele, Aktionen und Ergebnisse näher bringen, somit konnten wir auch nicht komplett auf Printmedien verzichten. Doch zum Schonen der Umwelt haben wir uns klar für ein alternatives Produkt entschieden, Graspapier!


Was ist Graspapier?

“Als Graspapier bezeichnet man ein zellstoffbasiertes Produkt, bei dem – neben Frischfaser aus Holz oder Altpapier – ein signifikanter Anteil aus Grasfasern besteht (mindestens 30%)”
Unser Druck kommt auf Papier der Firma Scheufelen, dass sogar aus 50% Frischfasern von sonnengetrocknetem Gras hergestellt wurde.

Mit Gras als schnell wachsendem Material werden in der Papierindustrie massiv Ressourcen gespart. Um ein paar Fakten aufzulisten:

  • Nur rund ein Liter Wasser wird pro Tonne Graszellstoff benötigt – im Vergleich zu den sonst über 5.000 Liter Wasser bei der Herstellung von normalem Papier
  • Es werden weniger als ein Zehntel der Energie gebraucht um die gleiche Menge Graspapier herzustellen.
  • Es kann komplett auf den Einsatz von Chemie verzichtet werden!!!
    (100% Einsparung)
  • Regionaler Bezug von Zellstoff aus Gras von Ausgleichsflächen im Gegensatz zu langen Lieferketten von Zellstoff aus Holz, spart eine beachtliche Menge an Kraftstoff für den Transport.
  • Bienen und andere nützliche Insekten profitieren vom Graspapier, da sie auf den Wildwiesen mit Blumen und Kräutern Nahrung und Lebensraum finden.
  • Durch den reduzierten Bedarf an Holzzellstoff können Monokulturen und Massenrodungen vermieden werden.

Durch diese Einsparungen werden bis zu 75% der CO2 Emissionen eingespart und es trägt gleichzeitig zur Biodiversität und der Renaturierung von Brachland bei.


Wir finden es ist ein klares Zeichen gegen die Hochglanz-Wahlkämpfe und man fühlt den Unterschied. Zudem haben wir unseren Auftritt im Internet erweitert um auch Abseits des Wahlkampfs euch über mehr Kanäle mit den neuesten Infos zu versorgen. Nicht nur unsere frische Homepage, mit unter anderem den gebündelten Artikeln und Vorstellungen unser Kandidaten*innen, sondern auch unsere Instagram-Seite (krotzebojer_gruene) und Facebook-Seite(Krotzebojer Grüne) wurden ins Leben gerufen und versorgen euch mit Neuigkeiten.


*Quellen https://www.myflyer.de/Produkte/Flyer/Flyer-Graspapier.html, https://www.creapaper.de/grassfibre/#b5