Unser Bürgerhaus: Zwischen Sanierungsdruck, Finanzrealität und neuen Perspektiven

Ausgangslage
Das Bürgerhaus, einst Großkrotzenburgs Perle und Stolz, ist inzwischen ein in die Jahre gekommener Sanierungsfall. Früher beliebt als Zentrum des Gemeindelebens, ist es heute ein desolates Gebäude, das von wenigen Großkrotzenburgern genutzt wird und die Gemeindefinanzen regelmäßig durch teure Reparaturen belastet.

„Make our Bürgerhaus great again“ versprechen die verschiedenen Parteien – wenn auch mit unterschiedlichen Ansätzen.

Erbpacht
Da die Gemeindekassen leer sind, möchten einige Fraktionen das Gebäude langfristig in Erbpacht vergeben, damit der bisherige Betreiber oder ein Dritter es auf eigene Kosten saniert und anschließend die Räume inklusive Gastronomie den Großkrotzenburgern günstig zur Verfügung stellt. Die Gemeinde hätte damit keine Sorgen und Kosten mehr. Das JUZ könnte weiterhin dort verbleiben, wäre aber ein Mieter unter dem Erbpachtnehmer.

Auf den ersten Blick klingt dies gut, doch wir Grüne sehen erhebliche Risiken. Die geschätzten Sanierungskosten von rund 7 Millionen Euro stellen auch für einen Erbpachtnehmer eine enorme wirtschaftliche Belastung dar. Dies bedeutet für den Pächter ein sehr hohes Investitionsrisiko bei gleichzeitig begrenzten Nutzungsmöglichkeiten und unsicheren langfristigen Erträgen.

Eine kurze Verpachtungszeit stellt für den Erbpachtnehmer ein sehr hohes wirtschaftliches Risiko dar, sodass keine seriösen Angebote zu erwarten sind. Bei den zu erwartenden Sanierungskosten ist es für einen Erbpachtnehmer erst ab einer Pachtzeit von mehr als 40 Jahren rentabel. Ein Gebäude dieser Größe und mit dieser Nutzungsstruktur lässt sich wirtschaftlich kaum betreiben, ohne dauerhaft hohe Einnahmen zu erzielen – Einnahmen, die angesichts der begrenzten Nachfrage vor Ort keineswegs garantiert sind. Dadurch wird das Gebäude wahrscheinlich weiterhin auch für auswärtige Großveranstaltungen wie Hochzeiten genutzt werden.

Investiert der Pächter nicht ausreichend, so haben wir am Ende der Erbpacht eine Bauruine stehen. Bei einem vorzeitigen Ausscheiden des Pächters besteht zudem ein nicht zu vernachlässigendes Risiko – der sogenannte Heimfall. Bei einer vorzeitigen Rückgabe ist eine Entschädigung für den Restwert der Investitionen an den Erbpachtnehmer zu zahlen. Daher sehen wir insbesondere den Abschluss eines Erbpachtvertrags ohne sehr präzise Vertragsgestaltung angesichts der harten Heimfall- und Entschädigungsregeln als hochgefährlich an.

Hinzu kommen strukturelle Nachteile eines solchen Vertragsmodells:

  • langfristige Bindungen über Jahrzehnte mit eingeschränkter kommunaler Steuerungsmöglichkeit
  • komplexe vertragliche Regelungen mit potenziellen Konfliktfeldern bei Instandhaltung, Nutzung oder Rückgabe
  • Einhaltung der Vertragsbedingungen muss kontrolliert und von der Verwaltung nachgehalten werden
  • schwer kalkulierbare Folgekosten, etwa bei Vertragsende oder bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Pächters
  • und die grundsätzliche Frage, wer letztlich das Risiko trägt, wenn sich das Nutzungskonzept als nicht tragfähig erweist

Sanierung
Die Verwaltung sieht die Risiken der Erbpacht ebenfalls und schlägt daher vor, das Bürgerhaus auf eigene Kosten zu sanieren und anschließend als Gemeinde selbst zu betreiben. Bei der Sanierung kann in gewissem Umfang die Raumaufteilung neu zugeschnitten werden, sodass besser nutzbare Räume entstehen. Durch den Eigenbetrieb könnte die Gemeinde sicherstellen, dass tatsächlich Großkrotzenburger die Räume einfach nutzen können.

Die Sanierungskosten von 6 bis 7 Millionen Euro müssten jedoch aus Steuermitteln finanziert werden. Wird das Bürgerhaus zudem im Eigenbetrieb geführt, müssen zusätzlich laufende Betriebs- und Verwaltungskosten finanziert werden. Der Stellenplan sieht aktuell keine Mitarbeitenden für das Bürgerhaus vor.

Wir Grüne denken, dass die Sanierungskosten in keinem ausreichenden Verhältnis zum Nutzen stehen. Weder ist im Ort eine ausreichend große und nachhaltige Nachfrage nach einer Versammlungsstätte dieser Größe erkennbar, die diese notwendigen Kosten rechtfertigt, noch erscheinen die veranschlagten Sanierungs- und Folgekosten realistisch.

Die Bausubstanz hat ihre geplante Lebensdauer erreicht und wurde über viele Jahre nicht so erhalten, dass eine wirtschaftlich vertretbare Weiternutzung über Jahrzehnte hinweg zu erwarten wäre. Eine umfassende Sanierung birgt daher das große Risiko eines finanziellen Fass-ohne-Boden-Projekts.

Sollte dennoch eine Sanierung beschlossen werden, ist aus unserer Sicht zwingend eine Neuverpachtung mit sinnvollen Nutzungskonzepten erforderlich.

Vor allem aber bleibt das zentrale Problem bestehen: Größe und Struktur des Bürgerhauses entsprechen nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen. Gesellschaftliche Nutzungsformen haben sich in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert. Große Versammlungsstätten, wie sie in den 1970er-Jahren geplant wurden, entsprechen heute nur noch bedingt dem tatsächlichen Bedarf. Selbst bei der vergangenen Bürgerversammlung war das Bürgerhaus nur zu einem Bruchteil gefüllt. Mit der zunehmenden Nutzung digitaler Möglichkeiten werden so große Räumlichkeiten immer seltener benötigt.

Die Verantwortung für ein solches Objekt dauerhaft zu organisieren, zu begleiten und gegebenenfalls aufzufangen, gehört nicht zu den Kernkompetenzen einer Kommune – insbesondere nicht in der aktuellen Phase einer angespannten Haushaltslage.

Abriss und Neubau: Wohnbebauung oder kleine Versammlungsmöglichkeit?
Zukunftsfähiger erscheint uns Grünen ein deutlich kleinerer, moderner und energieeffizienter Neubau mit modularer Raumaufteilung, der vielfältige Nutzungen ermöglicht und gleichzeitig dauerhaft geringere Betriebskosten verursacht. Eine Kapazität für etwa 150 Personen mit flexibel teilbaren Räumen könnte den heutigen Anforderungen besser entsprechen als eine Anlage für über 300 Besucher.

Angesichts der angespannten finanziellen Entwicklung der Gemeinde stellt sich zudem eine grundsätzliche Prioritätenfrage: Welche Nutzung bringt dem Gemeinwohl langfristig den größten Mehrwert? Vor diesem Hintergrund wird zunehmend diskutiert, ob auf dem Gelände nicht auch andere Formen der Nutzung – etwa die Schaffung von bezahlbarem und barrierefreiem Wohnraum – sinnvoller sein könnten als der Erhalt einer kostenintensiven Versammlungsstätte.

Umzug JUZ
Klar ist für uns jedoch: Jede zukünftige Entwicklung des Areals muss das Jugendzentrum sichern – entweder am bisherigen Standort oder an einem gleichwertigen neuen Ort. Ohne eine tragfähige Perspektive für das JUZ kann es keine Zustimmung zu grundlegenden Veränderungen geben.

Bürgerbefragung: Sie entscheiden!
In den vergangenen acht Jahren wurden zahlreiche Gespräche in unterschiedlichste Richtungen geführt – stets mit dem Ziel, für das Areal des Bürgerhauses einen tragfähigen Kompromiss zu finden, der möglichst vielen Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt. Dennoch bleiben die Positionen einzelner Fraktionen verhärtet. Eine gemeinsame Perspektive ist bislang nicht in Sicht.

Um endlich zu einer Lösung zu kommen, halten wir eine Bürgerbefragung für einen guten Ansatz. Rechtlich ist sie nicht bindend, aber wir Grüne werden das Ergebnis akzeptieren. Wenn eine Mehrheit der Großkrotzenburger das Geld für eine Sanierung gemeinschaftlich investieren möchte, folgen wir dieser Richtung. Ebenso, wenn sich eine Mehrheit für Erbpacht ausspricht.

Das Bürgerhaus – ob saniert, in Erbpacht oder als Neubau – soll ein Ort für die Bürger Großkrotzenburgs sein. Deshalb ist es wichtig, dass wirklich eine Mehrheit hinter der letztlich umgesetzten Lösung steht.

Gleichzeitig setzt eine Bürgerbefragung einen starken Impuls, wirklich ins Handeln zu kommen – damit wir nicht bei der nächsten Kommunalwahl wieder über das Bürgerhaus schreiben müssen.

Veränderung braucht Veränderung

Grüne stellen mit Abstand jüngste Liste zur Kommunalwahl

Wenn eine Gemeinde seit Jahren über notwendige Veränderungen spricht, aber immer wieder dieselben Gesichter präsentiert, dann wird es Zeit für einen echten Generationswechsel. Genau dafür stehen die Grünen in Großkrotzenburg bei der bevorstehenden Kommunalwahl – mit der mit Abstand jüngsten Liste aller angetretenen Parteien. Keine symbolische Jugendquote, kein Feigenblatt, sondern eine junge Gruppe unterschiedlicher, engagierter Menschen. Einige davon selbst bereits erfahren, andere lernwillig und bereit, auf die Erfahrung der älteren Mitglieder zu vertrauen, die den Ortsverband als Krotzebojer Grüne aufgebaut haben. Menschen mit moralischem Kompass, die auch untereinander hitzig miteinander diskutieren, um am Ende gemeinsam einen guten Kompromiss zu finden.

Selbstverständlich wissen auch wir die Qualitäten erfahrener Personen oder bewährter Methoden zu schätzen. “Neue Besen kehren gut, die alten kennen die Winkel.” Neben Elan und Tatendrang sind auch Erfahrung und Routine von Bedeutung. Es ist wichtig, die Erfahrung und das Wissen derjenigen zu berücksichtigen, die schon länger dabei sind. Gleichzeitig lohnt es sich immer, die Energie neuer Kräfte zu nutzen. 

Wir wollten es wie immer genau wissen und haben mal nachgerechnet, als Serviceangebot für die Wählerinnen und Wähler: Im Vergleich des Durchschnittsalters der relevanten ersten zehn Listenplätze der Parteien steht die FDP ganz oben mit 60,8 Jahren, gefolgt von der Initiative (56,4 Jahre), SPD (55 Jahre) und CDU (54,5 Jahre).

Die zehn Spitzenkandidaten der Grünen kommen durchschnittlich auf 36,3 Jahre. Damit sind wir im Schnitt 24,5 Jahre jünger als die älteste Fraktion (FDP) und immer noch satte 18,2 Jahre jünger als die zweitjüngste Partei (CDU). Der Gemeindevertretung würde eine Verjüngungskur sicher gut tun – und auch im Gemeindevorstand sollte sich etwas verändern. Die junge Liste der Grünen steht auch für einen neuen Führungsstil, mehr Respekt und mehr Transparenz in den ehrenamtlichen Gremien.

Doch es geht nicht nur um Verwaltungskultur. Es geht um Glaubwürdigkeit. Über das Jugendzentrum beispielsweise sprechen Kommunalpolitiker gerne in der Öffentlichkeit – vor allem jene, die sich dort in den vergangenen Jahrzehnten praktisch nie haben blicken lassen. Wer ein ehrliches Interesse an Jugendarbeit und der politischen Teilhabe junger Menschen hat, das sind zunächst mal die jungen Menschen selbst. Themen wie bezahlbarer Wohnraum, eine zuverlässige Kinderbetreuung, sanierte Schulen und Turnhallen, digitale Verwaltung, Verbesserung des ÖPNV, lebendige Ortskerne – für uns sind das keine Schlagworte, sondern konkrete Aufgaben, die uns täglich begegnen, denen wir uns auch politisch stellen wollen.

Die Grünen in Großkrotzenburg setzen auf Mut statt Gewohnheit – und auf eine Generation, die nicht fragt, ob etwas schon immer so war, sondern ob es morgen noch trägt. Wer Veränderung will, muss irgendwann auch den Mut finden, sie zu wählen. In der Liste der Wahlvorschläge für die Gemeindewahl am Sonntag, 15. März 2026, hat der natürliche Generationswechsel in der Krotzenburger Kommunalpolitik vor allem eine Farbe: Grün.

Fernwärme und Gemeindewerke erhalten

Die Fernwärme hat in Großkrotzenburg zur Zeit einen schweren Stand. Die von Uniper verursachte Preisexplosion stellt die Zukunft der Fernwärme in Großkrotzenburg als solche in Frage. Wir Krotzebojer Grüne meinen: Die Fernwärmeversorgung in Großkrotzenburg muss gesichert werden! Es muss alles daran gesetzt werden, damit in Zukunft die Preise für die Fernwärme wieder gesenkt werden können!

Von den Krotzebojer Grünen wurden im Aufsichtsrat der Gemeindewerke viele Möglichkeiten aufgezeigt, die zu niedrigeren Preisen führen können. Alle diese Möglichkeiten müssen in Angriff genommen werden. Ein Verkauf der Fernwärmesparte der Gemeindewerke oder auch der gesamten Gemeindewerke wird von den Krotzebojer Grünen abgelehnt.

Was sind die Gründe für die Explosion der Fernwärmepreise?

Der frühere Wärmebezug erfolgte kostengünstig über die Wärmeauskopplung der Abwärme des Kraftwerks Staudinger. Uniper, der Eigentümer des Kraftwerks, hatte beantragt, diesen Kraftwerksblock außer Betrieb zu nehmen und in die sogenannte Netzreserve zu überführen. Hierfür hat Uniper viele Millionen Euro von der Bundesregierung erhalten. 

Der aktuelle Wärmebezug erfolgt mittels teurer Mietheizkessel, die von Uniper als Ersatz für die eigenen Hilfskessel des Kraftwerksblocks betrieben werden. Diese dürfen nach Interpretation von Uniper nicht mehr zur Wärmeerzeugung genutzt werden, weshalb für die jetzige Wärmeerzeugung nun ein Vielfaches der zuvor für die Wärmeauskopplung zu zahlenden Summe gefordert wird. Die Gemeindewerke müssen die Kosten für zwei Mietkessel voll tragen, obwohl, wie jetzt bekannt wurde, die Wärmeerzeugung durch diese Kessel auch von Uniper für eigene Zwecke benutzt wird. 

Welche Kosten gerechtfertigt sind, lässt sich von den Gemeindewerken Großkrotzenburg, die für die Fernwärmeversorgung zuständig sind, nicht überprüfen, da Uniper die dafür erforderlichen Unterlagen nicht zur Verfügung stellt. Bürgermeisterin Theresa Neumann, die auch die Vorsitzende des Aufsichtsrats der Gemeindewerke ist, begnügt sich damit , dass diese Situation aus dem bundespolitischen Versagen der damaligen Ampelregierung herrühre. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um ihr Scheitern bei den Preisverhandlungen mit Uniper! 

Wie kann diese schlechte Situation hier vor Ort endlich besser werden?  

Die Gemeindewerke wollen einen Wärmeliefervertrag mit den Stadtwerken Hanau (SWH) abschließen. Leider ist entgegen den ersten Zusagen der SWH der Preis nur wenig günstiger als der von Uniper, außerdem will man die Risiken der Wärmezuführung, die über das Kraftwerksgelände führt, auf die Gemeindewerke abwälzen. Solche Bedingungen sind nicht annehmbar. Die SWH profitieren von einer besseren Auslastung ihrer Blockheizkraftwerke und die Gemeindewerke sollen unwägbare Risiken der Wärmezuführung tragen? Es wird auf einen schnellen Vertragsabschluss gedrängt, da man weiß, dass die Gemeindewerke kaum andere Optionen haben. 

Möchte man damit indirekt zum Verkauf der Gemeindewerke an die SWH zwingen? Dies halten wir aufgrund der Stellung der SWH bei der Fernwärmeversorgung für einen Missbrauch ihrer Marktmacht! Hier profitieren die SWH von der Situation, die durch das Scheitern des Projekts mit der Flusswärme entstanden ist. Auch gegenüber den SWH ist es wichtig, in den Vertragsverhandlungen genau hinzuschauen und eine klare Position zu beziehen.

Woran ist eigentlich das Projekt für eigene Wärmeerzeugungsanlagen genau gescheitert? Woher kam die massive Kostensteigerung? 

Die Fragen unseres Vertreters im Aufsichtsrat der Gemeindewerke werden seit einem Jahr mit Verweis auf den millionenschweren Rechtsstreit mit dem ehemaligen Projektpartner EAM nur oberflächlich beantwortet. Nach dem Motto: Jetzt nur keine Angriffsfläche bieten. Das Insolvenzverfahren gegen die Projektgesellschaft wird eine unabhängige Aufklärung bringen, aber es kann sich jahrelang hinziehen. So bleiben vom Projekt nichts als ca. 3 Millionen EUR Schulden, die von den Kunden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten mit dem Wärmepreis abbezahlt werden müssen. (Das macht ca. 20 EUR pro Haushalt pro Monat über die nächsten 20 Jahre).    

Die CDU hält inzwischen jedes Bemühen um eigene Erzeugungsanlagen seit 2019 für eine Fehlentscheidung. Das sehen wir definitiv anders und fordern die transparente Aufarbeitung, was wirklich schief lief. Wahrscheinlich wurde dieses Projekt vom Projektpartner bewusst in die Kostenfalle gefahren.

Macht Fernwärme überhaupt Sinn, in Anbetracht der hohen Netzverluste, die immer mitbezahlt werden müssen? 

Für manche Haushalte mag eine Wärmepumpe nicht nur wirtschaftlich die kostengünstigere, sondern auch ökologisch die effizientere Lösung sein. Andererseits haben wir ein bestehendes Fernwärmenetz, und nicht für jedes Haus kommt eine Umrüstung auf Wärmepumpe in Frage, nicht selten aus Kostengründen. Unserer Meinung nach muss die Fernwärme als wirtschaftlich interessante Heizungsart in Großkrotzenburg erhalten bleiben. 

Dafür sehen wir die besten Chancen, wenn auch die Gemeindewerke als gemeindeeigenes Unternehmen erhalten bleiben. Die Gemeindewerke machen als Unternehmen keine großen Profite, dafür haben sie sich bisher nicht an den Großkrotzenburgern bereichert und Einkaufpreise ohne willkürliche Aufschläge weitergegeben. Für die Bürger ist hier also ein Vorteil, der nicht ohne sorgfältige Prüfung eines etwaigen Übernahmeangebots aufgegeben werden sollte. Erschwerend kommt hinzu, dass die potentiellen Interessenten einer Übernahme um die aktuellen Herausforderungen der Gemeindewerke wissen. Es ist daher schwer vorstellbar, dass diese ein faires Angebot machen. Ein Verkauf der Gemeindewerke unter Wert bedeutet weiteren Schaden für die Bürgerinnen und Bürger!

Kontrolle durch Gemeinde verstärken

Viele Entscheidungen treffen die Gemeindewerke als Unternehmen selbst. Als Grüne denken wir aber, dass in der derzeitigen schwierigen Situation die Kontrolle durch die Gemeinde als Eigentümer verstärkt werden sollte, und mehr Informationen an die Gemeindevertretung gegeben werden müssen. Die Gemeinde muss die Gemeindewerke finanziell unterstützen. Im Gegenzug fordern wir mehr Transparenz: nicht nur gegenüber dem Aufsichtsrat, der der Schweigepflicht unterliegt, sondern auch gegenüber den Gemeindevertretern und der Öffentlichkeit. 

Nach der Wahl wird auch der Aufsichtsrat der Gemeindewerke neu besetzt, das Kräfteverhältnis im Aufsichtsrat wird dem Verhältnis in der Gemeindevertretung entsprechen. Wir bitten um Ihre Stimme, um in der nächsten Legislaturperiode das Kräfteverhältnis im Aufsichtsrat zu verschieben, um Aufklärung und günstigere Preise vorantreiben zu können. 

Radfahren attraktiv machen! – Für ein gutes Miteinander von Auto-, Rad- und Fussverkehr

Grüne Großkrotzenburg/as In unserer Gemeinde lässt sich vieles ohne Auto erledigen: Supermärkte und Geschäfte, Schulen und Kindergärten, Sport und Vereine, Ärzte und Sonntagsbrötchen – viele Angebote sind da und in einer Entfernung, die sich wunderbar per Fahrrad machen lässt. Tatsächlich ist für viele Großkrotzenburger*innen das Fahrrad im Alltag ein gerne genutztes Verkehrsmittel.

Die Taunus-/Lindenstraße wird dabei von vielen gemieden: Dies entspricht dem Wunsch der Autofahrenden nach Geschwindigkeit, und gleichzeitig auch dem Wunsch der Radfahrenden nach Sicherheit. Stattdessen werden die Wege durch die Wohngebiete genutzt, wo das Verkehrsaufkommen so niedrig ist, dass eine gemeinsame Nutzung sowohl mit Fußgängern als auch mit Autoverkehr mit etwas gegenseitiger Rücksichtnahme gut machbar ist. Die Friedrichstraße ist die Fahrradstraße Großkrotzenburgs, wenn auch ohne Schild. 

Doch es gibt einige Dinge, die das Radfahren noch attraktiver machen könnten, und die wollen wir als Grüne Großkrotzenburg angehen. 

Mit dem Radverkehrskonzept des Main-Kinzig-Kreises und dem Konzept für den Radschnellweg Hanau-Aschaffenburg wurde in der Vergangenheit schon viel planerische Vorarbeit geleistet. Es gab die Möglichkeit zur Bürgerbeteiligung und viele haben sich mit Ideen und Vorschlägen eingebracht. Wir stehen nun dafür, diese Konzepte Stück für Stück aus der Schublade in die Realität zu holen.  

Besonders machen wir uns für die folgenden Verbesserungen stark: 

  1. Fuss- und Radweganbindung Waldseesiedlung: Sie schafft einen sicheren Weg zu den Supermärkten und umgeht die Engstelle zwischen Oberwaldstraße und Rossmann. Dieser Weg ist bereits seit Jahren geplant und im Haushalt vorgesehen. Wir drängen auf eine zeitnahe Realisierung. 
  2. Instandsetzung und Ausbau des Wegs nördlich entlang der Bahnlinie vom Bahnhof Großkrotzenburg bis Kahl (der “Vulkanweg”): Dies ist für dutzende Schüler der Kreuzburg der tägliche Schulweg. In den Stoßzeiten ist die Straße stark befahren, Elterntaxis drängen sich mit Schulbussen. Radfahrende sollten daher besser direkt an der Bahnlinie fahren, doch der Weg gleicht einer Vulkanlandschaft und ist nur als Fußweg ausgeschildert. Im Konzept des Radschnellwegs Hanau-Aschaffenburg ist dieser Weg ein Teilstück, d.h. für den Ausbau können  Fördermittel beantragt werden. Ja, möglicherweise wird der 4-spurige Ausbau der Bahnstrecke in Zukunft sowieso Bauarbeiten in diesem Bereich bringen. Doch da nicht klar ist, ob dies wirklich in den nächsten 10 Jahren etwas wird, sollte die Gemeinde nicht so lange untätig warten.
  3. Mehr gemeinsame Nutzung bestehender Wege: Wir machen uns stark für das einfache Schildchen “Fahrrad frei” an Einbahnstraßen und Fussgängerdurchlässen. Das Verkehrsaufkommen in den Wohngebieten ist im Allgemeinen gering, de facto nutzen Fahrradfahrer diese Wege. “Fahrrad frei” bedeutet, dass Fussgänger Vorrang genießen und Rücksicht genommen wird. Radfahrer müssen sich aber nicht mehr als regellose Rowdies fühlen, wenn sie einen leeren Weg benutzen.
  4. Bessere Fahrradabstellmöglichkeiten am Bahnhof, die ein sicheres Abschließen des Rahmens ermöglichen.
  5. Eine weitere Verbesserung des Mainuferwegs ist ebenfalls wünschenswert. Die oberflächliche Sanierung hat schon deutliche Fortschritte bewirkt, aber ist keine dauerhafte Lösung. Kurzfristig sehen wir andere Investitionen höher auf der Prioritätenliste, aber perspektivisch wollen wir auch hier eine bessere Lösung.

Radfahren soll für Alte und Junge sicher und komfortabel sein. Dafür wollen wir uns als Grüne einsetzen und bitten um Ihre Stimme bei der Kommunalwahl. Mit Ihrer Unterstützung bekommt die Friedrichstraße dann vielleicht doch noch ihr Schild “Fahrradstraße”, wie wär’s?

Blick nach vorne, Blick zurück

Grüne Großkrotzenburg/as Das neue Jahr 2026 ist nun schon einige Tage alt, aber dennoch möchten wir Ihnen allen hier noch einen guten Anfang wünschen, und dass Sie erfolgreich sind bei allem, was Sie anpacken!

Für uns als Grüne Großkrotzenburg ist selbstverständlich die Kommunalwahl im kommenden März ein großes Ziel. Ab dieser Woche stellen wir Ihnen deshalb im Freitag Aktuell und hier auf unserer Homepage einerseits unsere Kandidierenden vor und andererseits die Themen, die wir mit Ihrer Unterstützung in Großkrotzenburg umsetzen wollen.

Doch zunächst wollen wir den Blick zurück wagen, in die letzte Legislaturperiode seit 2021: Was haben wir geschafft, was nicht? Was lief gut, was noch nicht?

18 Anträge hat die Fraktion der Krotzenbojer Grüne eingebracht, 7 davon wurden von der Gemeindevertretung angenommen und von der Verwaltung umgesetzt. Neben kleineren Dingen wie dem Bienenfutterautomaten oder einer Regenbogenfahne fürs Rathaus ist hier die jährliche „Aktion saubere Gemarkung“ zu nennen, die mit Corona einzuschlafen drohte, auf unseren Vorschlag hin aber wieder durchgeführt wird.

5 Anträge wurden abgelehnt oder die Umsetzung scheiterte. Besonders schade ist aus unserer Sicht, dass der barrierefreie Schleusenübergang vorerst nicht realisiert wird, da das Projekt von der Hainburger CDU und dem Bündnis für Hainburg abgelehnt wurde. Die Hainburger Grünen standen hinter diesem Vorhaben.

Auch bei der Festlegung der Flächen für ein neues Neubaugebiet in Großkrotzenburg konnten wir unsere Position nicht durchsetzen. Aus unserer Sicht wäre die Fläche nördlich des Eichelacker besser geeignet gewesen: kompakterer Ort, kürzere Wege, Frischluftschneise, weniger Flächenverbrauch. Die anderen Parteien wollten jedoch, dass die Flächen entlang der Taunusstraße als Neubaugebiet geplant werden. Dem müssen wir uns fügen. Wir werden nun versuchen, bei der detaillierten Festlegung des Bebauungsplans für grüne Aspekte Mehrheiten zu finden.

6 Anträge wurden angenommen, sind aber noch „in Bearbeitung“. Für Beschlüsse aus der jüngeren Zeit ist das ok, aber auf der Liste sind auch Beschlüsse, die schon jahrelang im Sand verlaufen: aus 2021 ein Beschluss zur Kontrolle der Streuobstwiesen. aus 2023 zwei Beschlüsse zu Prüfungen, inwiefern energetische Sanierung oder PV-Anlagen für die gemeindeeigenen Gebäude möglich sind. Auch andere Fraktionen haben das Problem, dass die zeitnahe Umsetzung der Beschlüsse der Gemeindevertretung oft hakt. Vor diesem Hintergrund ist es ein Fortschritt, dass die Gemeindeverwaltung inzwischen auf Drängen der Gemeindevertretung eine Liste führt und über den Bearbeitungsstand Auskunft gibt. Auch in der nächsten Periode wird das Nachhalten der Beschlüsse wichtig sein.

Neben den eigenen Anträgen haben wir uns in der Gemeindevertretung auch in die Diskussionen um andere Fragen eingebracht. Wir haben dazu beigetragen, sinnvolle Kriterien festzulegen, nach denen die Neuverpachtung des Strandbades erfolgte. Wir haben verhindert, dass das Bürgerhaus in Erbpacht langfristig einfach dem jetzigen Pächter zu überlassen, ohne dass vorher die Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung gefragt werden. Wir stehen dazu, mit dem Neubau der Gemeinschaftsunterkunft günstigen, vielseitig nutzbaren Wohnraum in Gemeindeeigentum zu schaffen.

Im neuen Jahr wollen wir mit Ihrer Unterstützung den Weg fortsetzen, für ein lebenswertes Großkrotzenburg!

Mit grüner Liste für Großkrotzenburg

Die Großkrotzenburger Grünen haben ihre 20-köpfige Liste für die kommende Kommunalwahl erfolgreich aufgestellt – mit einem Team, das gleichermaßen Erfahrung, frischen Wind und Offenheit vereint. Auf den Spitzenplätzen kandidieren Lucas Bäuml und Sophia Spottke, die beide für eine moderne, zukunftsorientierte Kommunalpolitik stehen.

Auf der gemeinsamen offenen Liste treten sowohl die Krotzebojer Grünen als auch Mitglieder von Bündnis 90 und unabhängige Personen unter dem gemeinsamen Banner von Bündnis 90 an. Viele bekannte Gesichter aus der vergangenen Wahlperiode sind ebenso vertreten wie zahlreiche neue Kandidierende, die neue Ideen und zusätzliche Dynamik in die Kommunalpolitik einbringen möchten.

Als besondere Stärke sehen wir unsere Kernkompetenzen: Erfahrung, frischer Wind, Offenheit und Kompromissfähigkeit. Damit wollen wir konstruktiv, lösungsorientiert und nah an den Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft Großkrotzenburgs gestalten.

Die Vorstellung der einzelnen Listenplätze erfolgt im neuen Jahr, damit alle Bürgerinnen und Bürger genau wissen, wen sie wählen können und wofür die einzelnen Kandidierenden stehen.
Wir freuen uns auf den politischen Austausch mit allen.

Was viele Großkrotzenburger sich wünschen

“Was braucht Großkrotzenburg?” Diese offene Frage hatten wir hier im Freitag Aktuell, aber auch online und über Flyer den Menschen in Großkrotzenburg gestellt. Dutzende Personen haben sich die Mühe gemacht, unseren Online-Fragebogen auszufüllen. Vielen Dank allen Teilnehmenden an dieser Stelle! Euer Input gibt uns gute und wichtige Denkanstöße.

Ja, und was kam denn genau dabei heraus? Was will Großkrotzenburg denn nun? — Langsam, erst einmal überlegen: Eine solche Umfrage beantworten eher Menschen, die sich für das Lokalgeschehen interessieren, und auch häufiger die, die sich den Grünen nahe fühlen.
Die meisten Antworten kamen aus der Altersgruppe über 40. Die Ergebnisse sind also alles andere als repräsentativ.

Ein wichtiges Anliegen unter den Teilnehmenden waren mehr Radwege und mehr Verkehrsberuhigung. Die Situation der Fernwärme wurde selbstverständlich als dringendes Problem genannt. Vielen Großkrotzenburgern sind aber auch mehr Bäume und gepflegte Grünanlagen wichtig. Für diese Dinge setzen wir uns als Grüne gerne ein.


Das Thema, das jedoch am häufigsten genannt wurde, sogar vor Radwegen, sogar vor Fernwärme: der Wunsch nach einer besser funktionierenden Gemeinde. Das heißt mehr Transparenz, weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, und wenn eine Entscheidung
getroffen wurde, dann eine zeitnahe Umsetzung. Es bedeutet, dass die Fraktionen in der Gemeindevertretung bei allen Gegensätzen konstruktiv zusammenarbeiten, und vor allem die Verwaltung sich als Service für die Bürger versteht. Gerade eine kleine Gemeinde wie Großkrotzenburg sollte eigentlich besonders bürgernah sein, aber in unserer Umfrage kam eine hohe Unzufriedenheit mit der Kommunalpolitik vor Ort zum Ausdruck.


Was können wir als Grüne konkret tun, um dies zu verbessern?
Als Fraktion der Gemeindevertretung können wir die Transparenz vergrößern, indem wir unsere Positionen erklären, und indem wir bei Bedarf Anfragen an die Verwaltung stellen. Wir bemühen uns, einen sachlichen, lösungsorientierten und kompromissbereiten Umgang in der Gemeindevertretung zu pflegen. Und wir können bei den langwierigen Themen immer wieder nachhaken, bis sich etwas bewegt.
Wir probieren es.