Mehr Grün für unsere Gemeinde – eine Investition, die sich auszahlt

Wenn der Sommer kommt, wird es in unserer Gemeinde spürbar wärmer. Asphalt heizt sich auf, Plätze werden gemieden, und selbst der Spaziergang zum Bäcker fühlt sich manchmal an wie ein Kurzurlaub in der Saunalandschaft. Stadtbegrünung ist daher längst kein „Nice-to-have“ mehr, sondern eine zentrale Zukunftsfrage – auch für Großkrotzenburg.

Wir setzen genau hier an: Grünflächen erhalten, neue schaffen und Natur wieder stärker in den Alltag holen. Das Ziel ist klar – lebenswerte Orte für Menschen, Tiere und Pflanzen, heute und morgen.

Warum mehr Grün dringend nötig ist

Grünflächen sind wahre Multitalente:

  • Klimaschutz und Abkühlung: Bäume und Grünanlagen senken nachweislich die Umgebungstemperatur um mehrere Grad. An heißen Tagen kann ein schattiger Platz bis zu 10 °C kühler gegenüber einer versiegelten Fläche sein.
  • Schutz vor Starkregen: Entsiegelte Flächen lassen Wasser versickern, entlasten die Kanalisation und reduzieren Überschwemmungsrisiken.
  • Lebensraum für Insekten und Vögel: Blühwiesen, Hecken und naturnahe Grünflächen sind essentiell für Bienen, Schmetterlinge und viele andere Arten.
  • Freizeit und Gesundheit: Parks, schattige Wege und grüne Spielplätze steigern die Lebensqualität – Bewegung im Grünen ist nachweislich gut für Körper und Seele.

Oder anders gesagt: Grünflächen sind günstiger als Klimaanlagen, leiser als Ventilatoren und brauchen keinen Stromanschluss.

Die Probleme – ehrlich benannt

Auch in unserer Gemeinde sehen wir Herausforderungen:

  • Viele Straßenbäume sind in den Hitzesommern erkrankt oder abgestorben und wurden nur teilweise ersetzt. In der Bahnhofstraße und der Gutenbergallee wurden neue Bäume gepflanzt, im Neubaugebiet und entlang anderer Straßen entstehen aber immer neue Lücken.
  • Pflegeintensive Rasenflächen, die wenig Nutzen für die Artenvielfalt haben, wie z.B. im “Park” vor der Schule.
  • Mangelnde Pflege, wenn z.B. Brombeerranken Radwege überwuchern, oder die Bepflanzung der Grünanlagen verwildert.
  • Knappes Budget und der Eindruck, Grün sei “ganz nett, aber teuer“

Doch genau hier setzen Grüne kommunalpolitische Konzepte an: langfristig denken, Folgekosten vermeiden und Fördermittel nutzen.

Konkrete Lösungen für unsere Gemeinde

  1. Bäume pflanzen – systematisch und nachhaltig: Straßenbäume, kleine Baumgruppen auf Freiflächen oder Schattenspender an Bushaltestellen wirken sofort.
    • Kosten: ca. 500–1.500 € pro Baum (inkl. Pflanzung und Anwuchsphase)
    • Nutzen: Kühlung, CO₂-Bindung, Aufenthaltsqualität
  2. Blühwiesen statt Zierrasen: Extensiv gepflegte Wiesen sind günstiger als oft gemähter Rasen und ein Paradies für Insekten.
    • Umstellungskosten: ca. 1–3 € pro m²
    • Langfristig geringere Pflegekosten
  3. Pflege priorisieren: Die Pflege der Grünanlagen gehört zu den Aufgaben des Bauhofs. Wir fordern die Verwaltung auf, diesem Punkt ausreichend Priorität zu geben. Gerade, wenn mit der inzwischen notwendigen Bewässerung von Bäumen noch zusätzliche Aufgaben hinzukommen. Gepflegte Grünanlagen sind die Visitenkarte unseres Ortes und tragen zu einem besseren subjektiven Eindruck über den Zustand unseres Ortes bei.
  4. Bürger*innen einbinden: Patenschaften für Beete, gemeinschaftliche Pflanzaktionen oder “Essbare Gemeinden“ stärken den Zusammenhalt. In den letzten Jahren war der Osterbrunnen der Landfrauen vor dem Theodor-Pörtner-Haus ein schönes Beispiel hierfür. Die Gemeinde sollte dies unterstützen und fördern. Wieso nicht auch den alten Brunnen am Park gemeinschaftlich gestalten?

Finanzierung: machbar und sinnvoll

Viele Maßnahmen werden durch Landes- und Bundesprogramme gefördert, etwa im Bereich Klimaanpassung oder Naturschutz. Zudem gilt: Jeder heute gepflanzte Baum spart morgen Geld – bei Gesundheit, Infrastruktur und Klimafolgen.

Fazit

Stadtbegrünung ist keine Ideologie, sondern eine pragmatische Antwort auf Hitze, Artensterben und schafft Flächen zum Wohlfühlen. Die Vorschläge von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zeigen: Mit klaren Zielen, realistischen Maßnahmen und Bürgerbeteiligung kann auch eine Gemeinde wie Großkrotzenburg viel erreichen.
Und ganz ehrlich: Ein schattiger Platz mit Bäumen ist doch allemal besser als ein weiterer Parkplatz, der im Sommer so heiß wird, dass man darauf Spiegeleier braten könnte – ganz ohne Herd. 🌳

Mehr Grün. Mehr Lebensqualität. Für unsere Gemeinde.



Quellen:

  • Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V. (FLL): Regelwerke, -Fachtagungen und Zertifizierungen für Qualität in der Grünen Branche.
  • Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung: Freiraum und Stadtgrün; Risikovorsorge
  • KFW: Öffentliche Einrichtungen
  • Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN): Anpassung an den Klimawandel
  • Bfn: Stadtnatur
  • Umweltbundesamt: Regenwasserbewirtschaftung
  • DWD: Leistungen im Stadtklima
Blick nach vorne, Blick zurück

Grüne Großkrotzenburg/as Das neue Jahr 2026 ist nun schon einige Tage alt, aber dennoch möchten wir Ihnen allen hier noch einen guten Anfang wünschen, und dass Sie erfolgreich sind bei allem, was Sie anpacken!

Für uns als Grüne Großkrotzenburg ist selbstverständlich die Kommunalwahl im kommenden März ein großes Ziel. Ab dieser Woche stellen wir Ihnen deshalb im Freitag Aktuell und hier auf unserer Homepage einerseits unsere Kandidierenden vor und andererseits die Themen, die wir mit Ihrer Unterstützung in Großkrotzenburg umsetzen wollen.

Doch zunächst wollen wir den Blick zurück wagen, in die letzte Legislaturperiode seit 2021: Was haben wir geschafft, was nicht? Was lief gut, was noch nicht?

18 Anträge hat die Fraktion der Krotzenbojer Grüne eingebracht, 7 davon wurden von der Gemeindevertretung angenommen und von der Verwaltung umgesetzt. Neben kleineren Dingen wie dem Bienenfutterautomaten oder einer Regenbogenfahne fürs Rathaus ist hier die jährliche „Aktion saubere Gemarkung“ zu nennen, die mit Corona einzuschlafen drohte, auf unseren Vorschlag hin aber wieder durchgeführt wird.

5 Anträge wurden abgelehnt oder die Umsetzung scheiterte. Besonders schade ist aus unserer Sicht, dass der barrierefreie Schleusenübergang vorerst nicht realisiert wird, da das Projekt von der Hainburger CDU und dem Bündnis für Hainburg abgelehnt wurde. Die Hainburger Grünen standen hinter diesem Vorhaben.

Auch bei der Festlegung der Flächen für ein neues Neubaugebiet in Großkrotzenburg konnten wir unsere Position nicht durchsetzen. Aus unserer Sicht wäre die Fläche nördlich des Eichelacker besser geeignet gewesen: kompakterer Ort, kürzere Wege, Frischluftschneise, weniger Flächenverbrauch. Die anderen Parteien wollten jedoch, dass die Flächen entlang der Taunusstraße als Neubaugebiet geplant werden. Dem müssen wir uns fügen. Wir werden nun versuchen, bei der detaillierten Festlegung des Bebauungsplans für grüne Aspekte Mehrheiten zu finden.

6 Anträge wurden angenommen, sind aber noch „in Bearbeitung“. Für Beschlüsse aus der jüngeren Zeit ist das ok, aber auf der Liste sind auch Beschlüsse, die schon jahrelang im Sand verlaufen: aus 2021 ein Beschluss zur Kontrolle der Streuobstwiesen. aus 2023 zwei Beschlüsse zu Prüfungen, inwiefern energetische Sanierung oder PV-Anlagen für die gemeindeeigenen Gebäude möglich sind. Auch andere Fraktionen haben das Problem, dass die zeitnahe Umsetzung der Beschlüsse der Gemeindevertretung oft hakt. Vor diesem Hintergrund ist es ein Fortschritt, dass die Gemeindeverwaltung inzwischen auf Drängen der Gemeindevertretung eine Liste führt und über den Bearbeitungsstand Auskunft gibt. Auch in der nächsten Periode wird das Nachhalten der Beschlüsse wichtig sein.

Neben den eigenen Anträgen haben wir uns in der Gemeindevertretung auch in die Diskussionen um andere Fragen eingebracht. Wir haben dazu beigetragen, sinnvolle Kriterien festzulegen, nach denen die Neuverpachtung des Strandbades erfolgte. Wir haben verhindert, dass das Bürgerhaus in Erbpacht langfristig einfach dem jetzigen Pächter zu überlassen, ohne dass vorher die Bürgerinnen und Bürger um ihre Meinung gefragt werden. Wir stehen dazu, mit dem Neubau der Gemeinschaftsunterkunft günstigen, vielseitig nutzbaren Wohnraum in Gemeindeeigentum zu schaffen.

Im neuen Jahr wollen wir mit Ihrer Unterstützung den Weg fortsetzen, für ein lebenswertes Großkrotzenburg!

Mit grüner Liste für Großkrotzenburg

Die Großkrotzenburger Grünen haben ihre 20-köpfige Liste für die kommende Kommunalwahl erfolgreich aufgestellt – mit einem Team, das gleichermaßen Erfahrung, frischen Wind und Offenheit vereint. Auf den Spitzenplätzen kandidieren Lucas Bäuml und Sophia Spottke, die beide für eine moderne, zukunftsorientierte Kommunalpolitik stehen.

Auf der gemeinsamen offenen Liste treten sowohl die Krotzebojer Grünen als auch Mitglieder von Bündnis 90 und unabhängige Personen unter dem gemeinsamen Banner von Bündnis 90 an. Viele bekannte Gesichter aus der vergangenen Wahlperiode sind ebenso vertreten wie zahlreiche neue Kandidierende, die neue Ideen und zusätzliche Dynamik in die Kommunalpolitik einbringen möchten.

Als besondere Stärke sehen wir unsere Kernkompetenzen: Erfahrung, frischer Wind, Offenheit und Kompromissfähigkeit. Damit wollen wir konstruktiv, lösungsorientiert und nah an den Bürgerinnen und Bürgern die Zukunft Großkrotzenburgs gestalten.

Die Vorstellung der einzelnen Listenplätze erfolgt im neuen Jahr, damit alle Bürgerinnen und Bürger genau wissen, wen sie wählen können und wofür die einzelnen Kandidierenden stehen.
Wir freuen uns auf den politischen Austausch mit allen.

Was viele Großkrotzenburger sich wünschen

“Was braucht Großkrotzenburg?” Diese offene Frage hatten wir hier im Freitag Aktuell, aber auch online und über Flyer den Menschen in Großkrotzenburg gestellt. Dutzende Personen haben sich die Mühe gemacht, unseren Online-Fragebogen auszufüllen. Vielen Dank allen Teilnehmenden an dieser Stelle! Euer Input gibt uns gute und wichtige Denkanstöße.

Ja, und was kam denn genau dabei heraus? Was will Großkrotzenburg denn nun? — Langsam, erst einmal überlegen: Eine solche Umfrage beantworten eher Menschen, die sich für das Lokalgeschehen interessieren, und auch häufiger die, die sich den Grünen nahe fühlen.
Die meisten Antworten kamen aus der Altersgruppe über 40. Die Ergebnisse sind also alles andere als repräsentativ.

Ein wichtiges Anliegen unter den Teilnehmenden waren mehr Radwege und mehr Verkehrsberuhigung. Die Situation der Fernwärme wurde selbstverständlich als dringendes Problem genannt. Vielen Großkrotzenburgern sind aber auch mehr Bäume und gepflegte Grünanlagen wichtig. Für diese Dinge setzen wir uns als Grüne gerne ein.


Das Thema, das jedoch am häufigsten genannt wurde, sogar vor Radwegen, sogar vor Fernwärme: der Wunsch nach einer besser funktionierenden Gemeinde. Das heißt mehr Transparenz, weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, und wenn eine Entscheidung
getroffen wurde, dann eine zeitnahe Umsetzung. Es bedeutet, dass die Fraktionen in der Gemeindevertretung bei allen Gegensätzen konstruktiv zusammenarbeiten, und vor allem die Verwaltung sich als Service für die Bürger versteht. Gerade eine kleine Gemeinde wie Großkrotzenburg sollte eigentlich besonders bürgernah sein, aber in unserer Umfrage kam eine hohe Unzufriedenheit mit der Kommunalpolitik vor Ort zum Ausdruck.


Was können wir als Grüne konkret tun, um dies zu verbessern?
Als Fraktion der Gemeindevertretung können wir die Transparenz vergrößern, indem wir unsere Positionen erklären, und indem wir bei Bedarf Anfragen an die Verwaltung stellen. Wir bemühen uns, einen sachlichen, lösungsorientierten und kompromissbereiten Umgang in der Gemeindevertretung zu pflegen. Und wir können bei den langwierigen Themen immer wieder nachhaken, bis sich etwas bewegt.
Wir probieren es.

Politiker fragen, Bürger antworten

Endlich, kurz vor Ablauf der Wahlperiode, wird eine der zentralen Forderungen der INITIATIVE umgesetzt: Die Forderung nach mehr Bürgerbeteiligung bei wesentlichen Entscheidungen in unserer Gemeinde. Und um eine wesentliche Entscheidung geht es ja bei der Frage, wie es mit dem Bürgerhaus weitergehen soll. Krotzebojer Grüne, CDU und Initiative 2.0 stimmten in der Gemeindevertretersitzung am 23. Oktober dafür, diese Frage nun endlich einmal den Bürgern in Form einer Bürgerbefragung vorzulegen.

Dabei handelt es sich nicht um einen Bürgerentscheid mit bindender Wirkung, sondern lediglich um ein Stimmungsbild, das die Meinung der Bürger zu diesem Punkt aufzeigt. Dabei können die Bürger für eine der folgenden Optionen votieren:

a) für den Abschluss eines erbbaurechtlichen Vertrages im Rahmen einer Ausschreibung bzw. eines Bieterverfahrens ähnlich dem Strandbad
b) für eine Sanierung des Bürgerhauses und den zukünftigen Betrieb durch die Gemeinde Großkrotzenburg
c) für einen Neubau des Bürgerhauses in verkleinerter Form
d) für einen ersatzlosen Abriss des Bürgerhauses und eine städtebauliche Neuplanung des Areals

Da die von SPD, FDP und INITIATIVE favorisierte Erbbaulösung mit dem aktuellen Pächter damit erst einmal vom Tisch ist (siehe dazu auch ‚Die Birne flackert‘), wurden die möglichen Auswirkungen eines solchen Entscheids von den Vertretern der genannten Fraktionen in den düstersten Farben ausgemalt.

Es werde eine neue Bauruine gegenüber dem Posthotel entstehen, da das Bürgerhaus ab dem 1. Januar geschlossen bleibe, unübersehbare Kosten kämen auf die Gemeinde zu und wenn für teuer Geld von der Gemeinde saniert würde, bliebe das Bürgerhaus auf Jahre geschlossen. Zudem bemerkte der Vertreter der SPD in einem Nebensatz, dass man so etwas nicht von einer Mehrheit entscheiden lassen solle, eine bemerkenswerte Äußerung für einen gewählten Volksvertreter, die nur von einem Vertreter der FDP übertroffen wurde, der den Bürgern die Kompetenz für eine solche Entscheidung rundheraus absprach, schließlich seien das ja alles keine Bausachverständigen. Man ist versucht hinzuzufügen, dass die
meisten Bürger wohl auch keinen engen persönlichen Kontakt zum Pächter haben, der ihre
Entscheidung in irgendeine, diesen Herren genehme, Richtung beeinflussen könnte.

Da aber der Pachtvertrag durch einen Zusatzantrag um ein Jahr verlängert wurde, wurde
diesen Einwendungen die Spitze genommen und der Betrieb des Bürgerhauses für das Jahr
2026 sichergestellt.

Lucas Bäuml rückte in seiner Rede dann auch einiges gerade, das von den Vorrednern schief dargestellt worden war. So wies er darauf hin, dass es im Ort durchaus mehr als nur eine Wahrnehmung des Bürgerhauses gäbe und nicht alle Bürger sähen es als ein Schmuckstück für die Gemeinde an.
Auch ein künftiger Pächter habe eine Sanierung durchzuführen, und sollte er dabei das Gebäude weiter nutzen können, wieso sollte das die Gemeinde dann nicht auch können? Zudem sei das mit der Einhaltung des Erbbauvertrags, so eine Sache. Wie setzt man das durch, wenn der Pächter ihn plötzlich anders interpretiert als die Gemeinde?
Seit Jahren habe sich die Gemeindevertretung in der Frage Bürgerhaus zu keiner Entscheidung durchringen können. Sei es jetzt nicht an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren, wenn es auf dem alten Weg einfach nicht weitergehe?

An dieser Stelle möchten wir auch noch auf den Einwurf der FDP eingehen, dass die Befragung vielleicht gar kein eindeutiges Ergebnis liefern könnte. Auch das ist möglich, aber dann wissen die Gemeindevertreter eben auch, dass sie nicht gegen einen deutlich erklärten Wählerwillen entscheiden, wenn sie z.B. für eine Sanierung oder für einen Abriss stimmen. Denn aus unserer Sicht wäre es wieder Wasser auf die Mühlen der Politikverdrossenen, nun so kurz vor einer neuen Wahl eine endgültige Entscheidung zu treffen, die von einer großen Mehrheit der Bevölkerung abgelehnt wird. Im Wahlkampf können die Parteien ja deutlich machen, welche Option sie mit welchen Argumenten befürworten.

Und ach ja, die INITATIVE hat natürlich gegen diesen Antrag zur Bürgerbefragung gestimmt,
das mit der Bürgerbeteiligung im Programm war sicher ganz anders gemeint.

Großkrotzenburg solidarisch mit queerer Community

In Ihrer Sitzung am 23. Mai ist die Gemeindevertretung dem Antrag der Grünen Großkrotzenburg gefolgt, die Regenbogenflagge am 17. Mai, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie vor dem Rathaus zu hissen. Zusätzlich informiert die Gemeinde über den Hintergrund dieser Maßnahme und stellt auf ihrer Homepage die Telefonnummer einer Beratungsstelle für Fragen zu diesem Thema bereit. Diese Telefonnummer wird auch im Mitteilungsblatt der Gemeinde „Freitag aktuell“ unter der Rubrik „Gut zu wissen“ veröffentlicht.

Die Regenbogenflagge ist das Zeichen der Solidarität mit Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung oder Identität haben als die Bevölkerungsmehrheit: Homosexuelle, Bisexuelle,Trans- und Intersexuelle. Der Regenbogen zeigt, dass das vermeintlich weiße Licht sich aus vielen unterschiedlichen Farben zusammensetzt, die fließend ineinander übergehen und steht damit als Sinnbild für die menschliche Sexualität und sexuelle Identität, die auch facettenreicher ist, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag.

Wir als Grüne Großkrotzenburg freuen uns, dass wir die anderen Fraktionen von der
Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme überzeugen konnten und hoffen, so einen Beitrag zur
Verstetigung des Prozesses der Akzeptanz sexueller Minderheiten in unserer Gemeinde zu
leisten.

Das drohende Aus der eigenständigen Fernwärmeerzeugung aus Flusswärme in Großkrotzenburg war und ist vor allem auch ein Informationsdebakel. Vielen dürfte die Veranstaltung im Bürgerhaus im letzten Herbst noch in schlechter Erinnerung sein, bei der die Verantwortlichen von Gemeindewerken und EAM ohne jegliches Gespür für die Sorgen und Nöte ihrer Kunden deren berechtigte Fragen weitgehend unbeantwortet ließen und so die Verunsicherung über die mögliche Preisentwicklung noch befeuerten, statt sie einzudämmen.

Da auch im ersten Quartal eine deutliche Verbesserung der Kommunikation der Gemeindewerke mit Kunden und der Öffentlichkeit in Großkrotzenburg nicht festgestellt werden konnte, erarbeiteten die Fraktionen der Krotzebojer Grüne und der Initiative einen diesbezüglichen Antrag für die Gemeindevertretersitzung am 31. März, der aber aufgrund formaler Gegebenheiten nicht eingebracht werden konnte.

Zwar hat die Gemeindevertretung kein Weisungsrecht gegenüber den Gemeindewerken,
doch wenn sie etwas- vielleicht sogar mit großer Mehrheit – beschließt, setzt sie ein deutliches Zeichen des politischen Willens in der Gemeinde. Wer sich nicht dem Vorwurf der abgehobenen Bürgerferne aussetzen will, sollte einen solchen Beschluss dann nicht allzu leichtfertig ignorieren.

Unter anderem fordert der Antrag eine weitere Informationsveranstaltung im Sommer, die Erarbeitung eines Informationskonzepts (ggf. unter Einbeziehung der Landesenergieagentur Hessen) und die kontinuierliche Information der Gemeindevertretung durch Statusberichte in Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses.

Dieser Antrag steht nun für die Gemeindevertretersitzung am 23. Mai auf der Tagesordnung, und wir hoffen, in der Aussprache weitere Fraktionen davon zu überzeugen, dass nur eine offene, wohlüberlegte und klare Kommunikation der Gemeindewerke das verlorene Vertrauen der Kunden wieder zurückgewinnen kann. Die vorgeschlagenen Maßnahmen stellen aus unserer Sicht einen guten Ansatz dar, das Kommunikationsverhalten der Gemeindewerke, das aktuell viel zu wünschen übrig lässt, nachhaltig zu verbessern.

Ein Zeichen der Solidarität

Die Regenbogenflagge ist das Zeichen der Solidarität mit Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung oder Identität haben als die Bevölkerungsmehrheit: Homosexuelle, Bisexuelle, Trans- und Intersexuelle. Der Regenbogen zeigt, dass das vermeintlich weiße Licht sich aus vielen unterschiedlichen
Farben zusammensetzt, die fließend ineinander übergehen und steht damit als Sinnbild für die menschliche Sexualität und sexuelle Identität, die auch facettenreicher ist, als es auf den ersten Blick den Anschein haben mag.

Um allen Mitgliedern der queeren Community zu zeigen, dass sie auch in Großkrotzenburg herzlich willkommen sind, haben die Grünen Großkrotzenburg den Antrag eingebracht, die Regenbogenflagge am 17. Mai, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie vor dem Rathaus zu hissen.

Zusätzlich soll die Gemeinde über den Hintergrund dieser Maßnahme informieren und auf ihrer Homepage die Telefonnummer einer Beratungsstelle für Fragen zu diesem Thema bereitstellen.
Diese Telefonnummer soll auch im Mitteilungsblatt der Gemeinde „Freitag aktuell“ unter der Rubrik
„Gut zu wissen“ veröffentlicht werden.

Dieser Antrag wurde bereits im Haupt- und Finanzausschuss und im Sozialausschuss beraten. Dabei wurde einstimmig beschlossen, der Gemeindevertretung zu empfehlen, diesen Antrag in ihrer nächsten Sitzung am 23. Mai anzunehmen.

Wir als Grüne Großkrotzenburg freuen uns, dass wir die anderen Fraktionen von der Sinnhaftigkeit dieser Maßnahme überzeugen konnten und hoffen, so einen Beitrag zur Verstetigung des Prozesses der Akzeptanz sexueller Minderheiten in unserer Gemeinde zu leisten.

Explosion der Fernwärmepreise in Großkrotzenburg durch Uniper

Zum ersten Januar 2025 werden die Preise für die Fernwärme in Großkrotzenburg über
verschiedene Preisbestandteile faktisch mehr als verdoppelt. Auf Hausbesitzer können
so monatliche Wärmekosten von über 476 € zukommen!

Da die neue klimaneutrale Wärmeversorgung mittels Flusswasserpumpen voraussichtlich
erst ab dem 2. Quartal 2026 in Betrieb geht, ist die Gemeinde von dem bisherigen
Wärmeerzeuger Uniper abhängig.

Die Bürgermeisterin Theresa Neumann, die auch die Vorsitzende des Aufsichtsrats der
Gemeindewerke ist, begnügt sich damit, zu klagen, dass diese Situation aus dem
bundespolitischen Versagen herrühre. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um ihr
Versagen bei den Preisverhandlungen mit Uniper.

Uniper interessiert es nicht, dass der Wassersportverein, der das Hallenbad am Ort betreibt,
die Fernwärmekosten nicht mehr stemmen kann. Neben den Sportlern des
Wassersportvereins, auch aus andern Gemeinden, wird das Hallenbad auch von den
Schulen im Umkreis für den Schwimmunterricht genutzt. Bisher hatte Uniper dem
Wassersportverein ein größeres Wärmekontigent kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diese
Abmachung hat man jetzt gekündigt.

Ebenso scheint es Uniper egal zu sein, ob die Gemeindewerke Großkrotzenburg zukünftig
die Fernwärmeversorgung aufrechterhalten können. Bereits jetzt besteht ein Defizit von
600.000 Euro für das anstehende Quartal, da Uniper die hohen Wärmeerzeugungskosten
bereits ab dem 1. Oktober fordert. Bei diesen horrenden Fernwärmepreisen ist zu
befürchten, dass eine größere Anzahl von Fernwärmekunden abspringen wird. Ob die
Gemeindewerke die Bereitstellungskosten für die Fernwärme, die auch bei einem
geringeren Wärmebezug zu zahlen sind, dann noch aufbringen kann, ist nicht sicher. Eine
Insolvenz der Gemeindewerke wäre durchaus möglich.

Diese Punkte sollten der Rathauschefin jedenfalls nicht gleichgültig sein, deswegen ist jetzt
eine klare Ansage der Bürgermeisterin gegenüber Uniper erforderlich, damit das
Unternehmen sich seiner Verantwortung für die Standortgemeinde bewusst wird.

Bisher war die Gemeinde in Verhandlungen mit Uniper immer viel zu nachgiebig! Jetzt muss
Uniper klargemacht werden, dass unter diesen Umständen die Pläne für einen neuen
Kraftwerksblock von der Gemeinde keine Unterstützung erfahren werden. Dieser neue Block
wird Großkrotzenburg außer viel Baustellenverkehr, -dreck und -lärm nichts einbringen. Die
kargen Steuereinnahmen werden durch ihn nicht sonderlich steigen.

Was sind die Gründe für die Explosion der Fernwärmepreise?

Der bisherige Wärmebezug erfolgte kostengünstig über die Wärmeauskopplung der
Kraftwerksabwärme des Kraftwerks Staudinger. Uniper, der Eigentümer des Kraftwerks,
hatte beantragt, diesen Kraftwerksblock außer Betrieb zu nehmen und in die sogenannte
Netzreserve zu überführen. Hierfür hat das Unternehmen mehrere Millionen Euro von der
Bundesregierung erhalten. Eine Wärmeauskopplung aus dem zeitweise (nur noch auf
Anforderung) stattfindenden Kraftwerksbetrieb ist dadurch rechtlich nicht mehr zulässig.

Da abzusehen war, dass diese billige Wärmequelle wegfällt, planten die Gemeindewerke die
Wärmegewinnung durch einen Wärmetauscher im Main, dessen Stromverbrauch zum
größten Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Dieses Projekt sollte bis Anfang 2025
abgeschlossen sein. Aus den unterschiedlichsten Gründen verzögerte sich der Baubeginn
aber immer wieder, so dass jetzt mit einer Fertigstellung erst im 2. Quartal 2026 zu rechnen
ist.

Bis dahin erfolgt die Wärmeerzeugung mittels Mietheizkesseln, die von Uniper betrieben
werden. Für diese Wärmeerzeugung fordert Uniper nun ein Mehrfaches des zuvor für die
Wärmeauskopplung verlangten Preises. Ob diese Kosten sachlich gerechtfertigt sind, lässt
sich von den Gemeindewerken Großkrotzenburg nicht überprüfen, da Uniper die dafür
erforderlichen Unterlagen nicht zur Verfügung stellt.

Uniper hat mit der Überführung des Kraftwerksblocks in die Netzreserve viel Geld verdient.
Jetzt will man auch an der Fernwärmeversorgung der Großkrotzenburger Bürger nochmals
ordentlich Geld verdienen.

Zusätzlich plant Uniper einen weiteren Kraftwerksblock zur Netzstützung zu bauen. Sofern
Uniper den Zuschlag für diesen Kraftwerksblock erhält, werden 80 % der Baukosten von ca.
1 Mrd. Euro von der Bundesregierung übernommen. Das wäre ein weiteres großartiges
Geschäft für Uniper. Wie man sieht, versteht Uniper sehr gut, wie man Gewinne maximiert.
Und die Großkrotzenburger Bürger werden dafür abkassiert. Eine Verantwortung für die
Belange der Standortgemeinde Großkrotzenburg wird von Uniper nicht gesehen.

Brüsseler Spitzen

Wer kennt das nicht? Man plant eine Feier, lädt die Gäste ein,
besorgt leckere Speisen und Getränke, bereitet das Essen liebevoll vor und deckt den Tisch
festlich, und dann klingelt das Telefon und der Ehrengast, die Hauptperson des Abends,
sagt ab, weil er an einem seit Monaten geplanten Kegelabend teilnehmen muss, aber es ist
doch OK, wenn sein Bruder an seiner Stelle kommt?

Was im privaten Umfeld wohl für Irritationen sorgen würde, wird auch im politischen Umgang
nicht gerade als Zeichen des Respekts gewertet werden. Denn wenn der Vorsitzende der
Gemeindevertretung eine Sitzung des Präsidiums zur Vorbereitung des
Gemeindevertretersitzung anberaumt, an der üblicherweise neben den Vorsitzenden der
Fraktionen auch die Spitze der Verwaltung, nämlich der Bürgermeister teilnimmt, dann
erwartet er wahrscheinlich nicht, dass die Verwaltungschefin, in unserem Falle die
Bürgermeisterin, am Tag der Sitzung mitteilt, dass sie sich wegen einer seit Monaten
geplanten Fahrt nach Brüssel vertreten lässt.

Nun ist ein Grußwort vor dem EU Parlament im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung
natürlich kein Kegelabend. Doch kann man es sicher nachempfinden, dass die Mitglieder
der Gemeindevertretung über die verspätete Absage verärgert waren, zumal wenn man weiß,
dass ein Ausweichtermin für die in Frage stehende Präsidiumssitzung möglich gewesen
wäre.

Diese Verärgerung war denn auch in vielen Redebeiträgen in der Gemeindevertretersitzung
am letzten Freitag, dem 11. Oktober, nicht zu überhören, da hier ganz offensichtlich der
sprichwörtliche Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht hatte.

In den unterschiedlichen Äußerungen wurde immer wieder, zum Teil auch auf sehr
verletzende und unangemessene Weise, auf diese Brüsseler Reise negativ Bezug
genommen. Dies geschah sicher auch, weil die verspätete Information über die Abwesenheit
der Bürgermeisterin vielfach als weiterer Beleg der mangelnden Wertschätzung angesehen
wurde, die die Verwaltung und ihre Chefin den Gemeindevertretern zuteilwerden lassen.

Und so wurde in Rede und Gegenrede wiederholt auf die nicht erledigten Beschlüsse und
Anfragen verwiesen, was wieder zu Stellungnahmen führte, wobei das ganze durch
lautstarke Zwischenrufe immer wieder gestört wurde.

Wir als Krotzebojer Grüne wünschen uns, wieder zu einem professionellen Miteinander von
Verwaltung und Gemeindevertretung zurückzufinden. Wir meinen, es wäre Aufgabe der
Bürgermeisterin, auf die Gemeindevertreter zuzugehen, um auf dem Weg des Gesprächs
etwaige Irritationen zu beseitigen und durch eine gelebte, verlässliche Verbindlichkeit ihr
Vertrauen zurückzugewinnen. Denn schließlich wollen wir ja alle dasselbe:
Die Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger in Großkrotzenburg lebenswert gestalten.