Am Montag 11.April

Krotzebojer-Grüne.- Wie bereits an den vergangenen Montagen beteiligen sich Bürgerinnen und Bürger nicht nur aus Großkrotzenburg an den bundesweit stattfindenden Mahnwachen. Am kommenden Montag den, 11. April 2011 finden diese in Großkrotzenburg im Bereich Taunusstraße Ecke Schulstraße statt. Der Zeitpunkt ist jeweils zwischen 18.00 und 18.30 Uhr. Ziel ist es, die Nachhaltigkeit und Entschlossenheit unseres sofortigen und unwiderruflichen Ausstiegs aus der Atomenergie kenntlich zu machen. Wir wünschen uns wie bei den vergangenen Mahnwachen, Menschen quer durch alle Altersgruppen und Parteien. Mit dem Protest gedenken die Anwesenden den Opfern in Japan. Dem schrecklichen Erdbeben und Tsunami folgte eine Kernschmelze in dem AKW Fukushima, die alles bisher da gewesene in den Schatten stellt. Bei dieser Kernschmelze ist das tödliche Plutonium ausgetreten. Das Gebiet wird über 10tausende von Jahren nicht mehr bewohnbar sein.

Montag, den 11.04.2011 18.00 Uhr Taunusstraße Ecke Schulstraße

Nächsten Montag in Großkrotzenburg

Krotzebojer Grüne.- Die Katastrophe und die Katastrophe danach, lässt viele Bürger mit den Menschen in Japan mitfühlen. Wir können zwar Naturkatastrophen nicht abwenden, aber eine Folgekatastrophe sehr wohl. In großer Betroffenheit über den Atomunfall in Japan und mit dem festen Willen, gemeinsam dafür zu streiten, dass die Atomkraftwerke in der Bundesrepublik endlich stillgelegt werden, haben bisher mehr als 150.000 Menschen bundesweit an vielen Mahnwachen teilgenommen. Sie wollen keine Moratorien und Beschwichtigungen, jetzt müssen sofort Konsequenzen gezogen werden und AKW´s endgültig vom Netz genommen werden!

Wir rufen zu einer überparteilichen Mahnwache in Großkrotzenburg auf!
Am Montag, den 28.03.2011 um 18.oo Uhr vor der Stadtsparkasse in der Lindenstraße

Beleuchtung in Kommunen intelligent einsetzen

NABU / Krotzebojer Grüne.- In Deutschland verschwenden Städte und Gemeinden jedes Jahr drei bis vier Milliarden Kilowattstunden Strom für die öffentliche Beleuchtung von Straßen, Brücken und Plätzen.

Die Modernisierung der Stadtbeleuchtung ist einer der wichtigsten Beiträge der Kommunen zum Klimaschutz. Durch intelligente Lichtplanung und Beleuchtungstechnik kann der Energieverbrauch um 30 bis 50 Prozent gesenkt und die klammen Haushalte vieler Städte von steigenden Kosten für Strom und Wartung entlastet werden. Im Bundesdurchschnitt ist jede dritte Straßenlaterne mehr als 20 Jahre alt und gehört damit ins Technikmuseum.

In Großkrotzenburg ist bei der Sanierung der Straßenbeleuchtung noch einiges möglich, denn von den ca. 1000 Straßenlaternen sind ca. 50% auf Energiesparlampen umgestellt, was einer bisherigen finanziellen/energetischen Einsparung von 15% entspricht. Im Jahr 2010 lag der Stromverbrauch aller Straßenlaternen im Ort bei 340.000 kWh. „Bei einer kompletten Umstellung aller Leuchtpunkte würde dies einer Energie- und Kosteneinsparung von ca. 30% gleichkommen“, wie Horst Prey, der Geschäftsführer der Gemeindewerke GmbH, bei der Ausstellungseröffnung am vergangenen Samstag im NABU Vereinsheim erläuterte. Dies würde unter Berücksichtigung der derzeitigen Energiepreise eine Entlastung des kommunalen Haushaltes um weitere 10.000 Euro pro Jahr bedeuten.

Vielerorts fällt das Licht aber nicht nur auf Straßen-, Rad- und Gehwege, sondern strahlt völlig ungenutzt in den Nachthimmel, in Schlafzimmerfenster und benachbarte Naturräume. Experten sprechen daher mittlerweile von Lichtverschmutzung und befürchten ökologische wie gesundheitliche Schäden. Gerade veraltete und schlecht konstruierte Lichtquellen werden häufig zu tödlichen Fallen für nachtaktive Insekten, Vögel und Fledermäuse.

Weniger ist mehr, muss die gestalterische Devise für die nächtliche Beleuchtung in Großkrotzenburg lauten. In der noch an diesem Wochenende (19./20.3.) geöffneten Ausstellung, im Vereinsheim des NABU Großkrotzenburg (alter Bahnhof), werden unterschiedliche Beleuchtungstechniken und -modelle vorgestellt, die in einigen deutschen Städten und Kommunen bereits erfolgreich installiert und eingesetzt werden.

Herausragendes Beispiel ist das Modell des sogenannten „mitlaufenden“ Lichts, bei welchem nach dem Prinzip der bedarfsgerechten Beleuchtung in verkehrsärmeren Nebenstraßen nur dann belichtet wird, wenn Licht auch benötigt wird („Light-on-demand“). Hier ist der Weg schon beleuchtet, bevor der Verkehrsteilnehmer die entsprechende Stelle passiert, da die Leuchten untereinander per Funk kommunizieren. Somit wandert das Licht nicht nur „mit“, sondern „voraus“. Durch dieses Modell lassen sich je nach Verkehrsaufkommen bis zu 95% der aktuellen Energiekosten einsparen und somit den CO2-Ausstoß verringern (Kreuzungen und Hauptdurchgangsstraßen würden jedoch weiterhin durchgängig beleuchtet). Außerdem bietet dies eine sichere und anwohnerfreundliche Alternative zum kompletten Abschalten in den Kernnachtstunden. Der NABU und die Krotzebojer Grünen schlagen der Gemeinde vor, die noch bestehende Beleuchtungspraxis auf den Prüfstand zu stellen und erste Schritte zu einer ökologischen und effizienteren kommunalen Lichtplanung auf den Weg zu bringen.

Öffnungszeiten der Ausstellung sind am Samstag, den 19.3. von 14 bis 18 Uhr und am Sonntag, den 20.3. von 11 bis 18 Uhr.