Weg mit den Containern!

Am Montag, den 14.07., wurde in einer Sitzung aller Ausschüsse mit großer Mehrheit beschlossen, das Konzept der Gemeindeverwaltung für einen Neubau der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Gelände der bisherigen Containerunterkunft umzusetzen.
Wir Grüne unterstützen den Neubau, da er erhebliche Vorteile bietet:

1) geringere Kosten: Die bisherige Anlage kostet derzeit ca. 380 TEUR Miete pro Jahr, außerdem wäre noch eine teure energetische Sanierung sowie ggfs. der Kauf der Anlage nötig. Für den Neubau hingegen kalkuliert die Verwaltung aktuell mit knapp 5 Mio EUR. Dies entspricht bei einer angenommenen Betrachtung auf 20 Jahren inkl. Zinsen nur ca. 370 TEUR pro Jahr (ca. 210 EUR pro Monat pro Platz).
Statt wie in den letzten 10 Jahren Geld für Mietcontainer auszugeben, schafft die Gemeinde einen dauerhaften Bau in eigenem Besitz!

2) bessere Raumaufteilung und soziale Mischung: In der bisherigen Anlage werden Küche und sanitäre Anlagen von allen Bewohnern geteilt, daher können hier nur alleinstehende Männer untergebracht werden. Im neuen Konzept dagegen ist eine Aufteilung in einzelne Wohnungen mit je 2-3 kleinen Zimmern, Küchenzeile und Bad aufgeteilt. Diese Aufteilung schafft nicht nur eine bessere Atmosphäre, sondern vermeidet auch Sachbeschädigungen und Konflikte. Außerdem erlaubt die neue Aufteilung, auch Familien und Frauen unterzubringen. Dadurch verbessert sich die soziale Durchmischung, bessere Integration wird ermöglicht, die Sicherheit steigt.

3) mehr Unterbringungsmöglichkeiten: Nach dem vollständigen Entwurf steigt die Kapazität von ca. 100 Plätzen auf 150 Plätze. Dies ist voraussichtlich nötig, da trotz bundesweit derzeit sinkender Asylbewerberzahlen die Zuweisungen nach wie vor hoch sind. Zudem haben Flüchtlinge auch nach ihrer Anerkennung oft Schwierigkeiten, auf dem engen Wohnungsmarkt der Rhein-Main Region eine eigene Wohnung zu finden. Daher bleiben viele Bewohner über relativ lange Zeit in der Gemeinschaftsunterkunft. Eine dauerhafte Unterbringung der Geflüchteten in anderen Gemeinden des MKK ist weder möglich noch
sinnvoll: Die dezentrale Verteilung ermöglicht bessere Integration und überfordert nicht eine einzelne Kommune.

4) nutzbar als günstiger Wohnraum: Falls mal mehr Platz zur Unterbringung geflüchteter Menschen besteht als benötigt wird, ist das kein Problem. Einzelne Wohnungen oder Gebäudeteile können mit geringem Aufwand umgerüstet und als bezahlbarer Wohnraum z.B. für junge oder auch ältere Menschen mit geringem Einkommen nutzbar gemacht werden. Nachfrage nach günstigem Wohnraum gibt es in unserer Gemeinde genug.

5) Gemeinschaftsräume: Das Konzept sieht die Einrichtung von Gemeinschaftsräumen vor, die einerseits als Ort für Integrationsmaßnahmen, andererseits aber auch für die ganze Bevölkerung von Großkrotzenburg als barrierefreie Versammlungsräume z.B. für Vereinstreffen oder VHS Kurse genutzt werden können. Besonders wegen dieser weiteren Nutzungsmöglichkeiten bringt der Neubau echten
Mehrwert für die Großkrotzenburger. Das Konzept wurde deshalb nicht unter dem Namen “Gemeinschaftsunterkunft”, sondern als “Multizentrum” vorgestellt. Das ehemalige Posthotel als Flüchtlingsunterkunft zu nutzen, ist hingegen leider nicht möglich, da diese Immobilie nicht im Eigentum der Gemeinde ist und die Gemeinde trotz Bemühungen bislang keine Zugriffsrechte hat.

Auch wenn manche Details, wie z.B. der Erhalt der Bäume auf dem Areal, erst im weiteren Verlauf geklärt werden können, finden wir als Grüne das von der Verwaltung vorgestellte Konzept insgesamt gut durchdacht und unterstützenswert. Weg mit den Containern!

Unser Dorf soll nicht schöner werden?

Die derzeitige Zusammensetzung der Gemeindevertretung, in der keine Partei oder Koalition eine klare Mehrheit hat, macht es nötig, zur Durchsetzung von Anträgen im Interesse der Ortsbürger fraktions- und “lagerübergreifend” Mehrheiten zu suchen, ein Verfahren, das bis dato eigentlich gut funktioniert hat.

Und so glaubte die Fraktion der Grünen Großkrotzenburg, den relativ harmlosen Antrag zur Verschönerung der 300 (!) im Gemeindegebiet befindlichen Schaltkästen gut durchbringen zu können.
Da ging es ja nun nicht darum, den Bauhof zu beauftragen, mit Farbe und Pinsel loszuziehen und zur Tat zu schreiten. Nein, der Gemeindevorstand sollte lediglich in Erfahrung bringen, wer die jeweiligen Betreiber sind, ob die Betreiber eine optische Aufwertung der Schaltkästen genehmigen würden und wen interessierte Künstler und Gruppen ansprechen sollten, wenn sie gerne ein kleines Kunstprojekt zur Verschönerung der besagter Schaltkästen durchführen möchten. Diese Informationen sollten durch die
Verwaltung lediglich der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, um so bürgerschaftliches Engagement zu erleichtern.

Wer dann aber am 23. Mail in der Sitzung der Gemeindevertretung erlebte, mit welchen an den Haaren herbei gezogenen Argumenten gegen den Antrag argumentiert wurde, konnte den Eindruck gewinnen, die Verwaltung der Gemeinde kommt zum Erliegen, wenn sie drei e-Mails schreiben und die Antworten veröffentlichen muss, von den Kosten ganz zu schweigen. Wir bedauern die Entscheidung der Gemeindevertretung und hoffen, dass das Engagement der Ortsbürger für eine Verschönerung Großkrotzenburgs so groß ist, dass auch die mangelnde Unterstützung durch die Gemeindevertretung ihm keinen Abbruch tun wird.

Und wie komme ich jetzt zum Arzt?

Großkrotzenburg und der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV), das ist ein Verhältnis, das man als durchaus ausbaufähig beschreiben kann.
Während die Anbindung an Hanau und Frankfurt mit Bus und Bahn immerhin befriedigend bis ausreichend ist, gibt es innerhalb des Ortes nur den Bus, der an gerade mal vier Haltestellen innerorts hält, und so Punkte wie das Ärztehaus, den REWE oder die Verbrauchermärkte in der Ostendstraße für den ÖPNV Nutzer nur über lange Wege von der jeweiligen Haltestelle aus erreichbar macht.
Das kann man mit Fug und Recht als mangelhaft bezeichnen.

Und reden wir noch von den Verbindungen z.B. nach Rodenbach oder in andere Kommunen des Main-Kinzig-Kreises (MKK), so wird das Bild noch düsterer, hier sind Fahrzeiten in Kauf zu nehmen, die eigentlich inakzeptabel sind.

Um Mobilität in unserem Ort vom Auto unabhängiger zu machen, haben die Grünen Großkrotzenburg deshalb den Antrag gestellt, zu prüfen, ob Großkrotzenburg nicht am System CARLOS des MKK teilnehmen kann. Diese Initiative im MKK hat genau das zum Ziel, Mobilität bürgernah und zu erschwinglichen Preisen anzubieten. Das Projekt, das seit gut anderthalb Jahren im Gebiet Freigericht-Rodenbach und Wächtersbach-Bad Orb etabliert ist, bietet Bürgern die Möglichkeit, eine Art Sammeltaxi an zahlreichen Einstiegspunkten zu nutzen. Es kann telefonisch oder über eine App innerhalb der Betriebszeiten von 6-22 Uhr (am Wochenende sogar bis 2 Uhr morgens!) gebucht werden.

Inhaber einer Fahrscheins für den RMV, z.B. des Deutschland Tickets zahlen für Fahrten innerhalb der teilnehmenden Kommunen zur Zeit nur einen sogenannten Komfortzuschlag von 1,50 €, fahren sie in eine am System beteiligte Nachbarkommune (z.B. von Rodenbach nach Bernbach) zusätzlich 15 Cent pro Kilometer. Ohne RMV Ticket muss man noch einen Grundpreis von 2,80 € zahlen. Selbst damit fährt man deutlich günstiger als mit einem Taxi und wesentlich flexibler und bequemer als mit dem Bus, da die Einstiegspunkte in einem Netz von ca. 200 m Abstand zueinander und mit Rücksicht auf Punkte des öffentlichen Interesses (z.B. Rathaus, Ärztehaus, Verbrauchermärkte, Gemeindewerke etc.) gelegt
werden.

Die Gemeindevertretung hat unserem Antrag in der Sitzung am 23. Mai zugestimmt, so dass
der Gemeindevorstand nun Kontakt zu dem Betreiber des Systems aufnehmen wird, um die
grundsätzlichen Modalitäten für eine Teilnahme zu klären. Die Details werden dann in
Umwelt-und Bauausschuss sowie im Haupt- und Finanzausschuss beraten werden,
um der Gemeindevertretung eine dann hoffentlich positive Empfehlung geben zu können.
Wir hoffen, durch diesen Antrag einen Prozess in Gang gesetzt zu haben, an dessen Ende
die Teilnahme am Carlos stehen wird, die unsere Gemeinde wieder ein Stück attraktiver und
lebenswerter machen wird.

Das drohende Aus der eigenständigen Fernwärmeerzeugung aus Flusswärme in Großkrotzenburg war und ist vor allem auch ein Informationsdebakel. Vielen dürfte die Veranstaltung im Bürgerhaus im letzten Herbst noch in schlechter Erinnerung sein, bei der die Verantwortlichen von Gemeindewerken und EAM ohne jegliches Gespür für die Sorgen und Nöte ihrer Kunden deren berechtigte Fragen weitgehend unbeantwortet ließen und so die Verunsicherung über die mögliche Preisentwicklung noch befeuerten, statt sie einzudämmen.

Da auch im ersten Quartal eine deutliche Verbesserung der Kommunikation der Gemeindewerke mit Kunden und der Öffentlichkeit in Großkrotzenburg nicht festgestellt werden konnte, erarbeiteten die Fraktionen der Krotzebojer Grüne und der Initiative einen diesbezüglichen Antrag für die Gemeindevertretersitzung am 31. März, der aber aufgrund formaler Gegebenheiten nicht eingebracht werden konnte.

Zwar hat die Gemeindevertretung kein Weisungsrecht gegenüber den Gemeindewerken,
doch wenn sie etwas- vielleicht sogar mit großer Mehrheit – beschließt, setzt sie ein deutliches Zeichen des politischen Willens in der Gemeinde. Wer sich nicht dem Vorwurf der abgehobenen Bürgerferne aussetzen will, sollte einen solchen Beschluss dann nicht allzu leichtfertig ignorieren.

Unter anderem fordert der Antrag eine weitere Informationsveranstaltung im Sommer, die Erarbeitung eines Informationskonzepts (ggf. unter Einbeziehung der Landesenergieagentur Hessen) und die kontinuierliche Information der Gemeindevertretung durch Statusberichte in Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses.

Dieser Antrag steht nun für die Gemeindevertretersitzung am 23. Mai auf der Tagesordnung, und wir hoffen, in der Aussprache weitere Fraktionen davon zu überzeugen, dass nur eine offene, wohlüberlegte und klare Kommunikation der Gemeindewerke das verlorene Vertrauen der Kunden wieder zurückgewinnen kann. Die vorgeschlagenen Maßnahmen stellen aus unserer Sicht einen guten Ansatz dar, das Kommunikationsverhalten der Gemeindewerke, das aktuell viel zu wünschen übrig lässt, nachhaltig zu verbessern.

Explosion der Fernwärmepreise in Großkrotzenburg durch Uniper

Zum ersten Januar 2025 werden die Preise für die Fernwärme in Großkrotzenburg über
verschiedene Preisbestandteile faktisch mehr als verdoppelt. Auf Hausbesitzer können
so monatliche Wärmekosten von über 476 € zukommen!

Da die neue klimaneutrale Wärmeversorgung mittels Flusswasserpumpen voraussichtlich
erst ab dem 2. Quartal 2026 in Betrieb geht, ist die Gemeinde von dem bisherigen
Wärmeerzeuger Uniper abhängig.

Die Bürgermeisterin Theresa Neumann, die auch die Vorsitzende des Aufsichtsrats der
Gemeindewerke ist, begnügt sich damit, zu klagen, dass diese Situation aus dem
bundespolitischen Versagen herrühre. In Wirklichkeit handelt es sich hierbei um ihr
Versagen bei den Preisverhandlungen mit Uniper.

Uniper interessiert es nicht, dass der Wassersportverein, der das Hallenbad am Ort betreibt,
die Fernwärmekosten nicht mehr stemmen kann. Neben den Sportlern des
Wassersportvereins, auch aus andern Gemeinden, wird das Hallenbad auch von den
Schulen im Umkreis für den Schwimmunterricht genutzt. Bisher hatte Uniper dem
Wassersportverein ein größeres Wärmekontigent kostenfrei zur Verfügung gestellt. Diese
Abmachung hat man jetzt gekündigt.

Ebenso scheint es Uniper egal zu sein, ob die Gemeindewerke Großkrotzenburg zukünftig
die Fernwärmeversorgung aufrechterhalten können. Bereits jetzt besteht ein Defizit von
600.000 Euro für das anstehende Quartal, da Uniper die hohen Wärmeerzeugungskosten
bereits ab dem 1. Oktober fordert. Bei diesen horrenden Fernwärmepreisen ist zu
befürchten, dass eine größere Anzahl von Fernwärmekunden abspringen wird. Ob die
Gemeindewerke die Bereitstellungskosten für die Fernwärme, die auch bei einem
geringeren Wärmebezug zu zahlen sind, dann noch aufbringen kann, ist nicht sicher. Eine
Insolvenz der Gemeindewerke wäre durchaus möglich.

Diese Punkte sollten der Rathauschefin jedenfalls nicht gleichgültig sein, deswegen ist jetzt
eine klare Ansage der Bürgermeisterin gegenüber Uniper erforderlich, damit das
Unternehmen sich seiner Verantwortung für die Standortgemeinde bewusst wird.

Bisher war die Gemeinde in Verhandlungen mit Uniper immer viel zu nachgiebig! Jetzt muss
Uniper klargemacht werden, dass unter diesen Umständen die Pläne für einen neuen
Kraftwerksblock von der Gemeinde keine Unterstützung erfahren werden. Dieser neue Block
wird Großkrotzenburg außer viel Baustellenverkehr, -dreck und -lärm nichts einbringen. Die
kargen Steuereinnahmen werden durch ihn nicht sonderlich steigen.

Was sind die Gründe für die Explosion der Fernwärmepreise?

Der bisherige Wärmebezug erfolgte kostengünstig über die Wärmeauskopplung der
Kraftwerksabwärme des Kraftwerks Staudinger. Uniper, der Eigentümer des Kraftwerks,
hatte beantragt, diesen Kraftwerksblock außer Betrieb zu nehmen und in die sogenannte
Netzreserve zu überführen. Hierfür hat das Unternehmen mehrere Millionen Euro von der
Bundesregierung erhalten. Eine Wärmeauskopplung aus dem zeitweise (nur noch auf
Anforderung) stattfindenden Kraftwerksbetrieb ist dadurch rechtlich nicht mehr zulässig.

Da abzusehen war, dass diese billige Wärmequelle wegfällt, planten die Gemeindewerke die
Wärmegewinnung durch einen Wärmetauscher im Main, dessen Stromverbrauch zum
größten Teil aus erneuerbaren Energien gedeckt wird. Dieses Projekt sollte bis Anfang 2025
abgeschlossen sein. Aus den unterschiedlichsten Gründen verzögerte sich der Baubeginn
aber immer wieder, so dass jetzt mit einer Fertigstellung erst im 2. Quartal 2026 zu rechnen
ist.

Bis dahin erfolgt die Wärmeerzeugung mittels Mietheizkesseln, die von Uniper betrieben
werden. Für diese Wärmeerzeugung fordert Uniper nun ein Mehrfaches des zuvor für die
Wärmeauskopplung verlangten Preises. Ob diese Kosten sachlich gerechtfertigt sind, lässt
sich von den Gemeindewerken Großkrotzenburg nicht überprüfen, da Uniper die dafür
erforderlichen Unterlagen nicht zur Verfügung stellt.

Uniper hat mit der Überführung des Kraftwerksblocks in die Netzreserve viel Geld verdient.
Jetzt will man auch an der Fernwärmeversorgung der Großkrotzenburger Bürger nochmals
ordentlich Geld verdienen.

Zusätzlich plant Uniper einen weiteren Kraftwerksblock zur Netzstützung zu bauen. Sofern
Uniper den Zuschlag für diesen Kraftwerksblock erhält, werden 80 % der Baukosten von ca.
1 Mrd. Euro von der Bundesregierung übernommen. Das wäre ein weiteres großartiges
Geschäft für Uniper. Wie man sieht, versteht Uniper sehr gut, wie man Gewinne maximiert.
Und die Großkrotzenburger Bürger werden dafür abkassiert. Eine Verantwortung für die
Belange der Standortgemeinde Großkrotzenburg wird von Uniper nicht gesehen.

Brüsseler Spitzen

Wer kennt das nicht? Man plant eine Feier, lädt die Gäste ein,
besorgt leckere Speisen und Getränke, bereitet das Essen liebevoll vor und deckt den Tisch
festlich, und dann klingelt das Telefon und der Ehrengast, die Hauptperson des Abends,
sagt ab, weil er an einem seit Monaten geplanten Kegelabend teilnehmen muss, aber es ist
doch OK, wenn sein Bruder an seiner Stelle kommt?

Was im privaten Umfeld wohl für Irritationen sorgen würde, wird auch im politischen Umgang
nicht gerade als Zeichen des Respekts gewertet werden. Denn wenn der Vorsitzende der
Gemeindevertretung eine Sitzung des Präsidiums zur Vorbereitung des
Gemeindevertretersitzung anberaumt, an der üblicherweise neben den Vorsitzenden der
Fraktionen auch die Spitze der Verwaltung, nämlich der Bürgermeister teilnimmt, dann
erwartet er wahrscheinlich nicht, dass die Verwaltungschefin, in unserem Falle die
Bürgermeisterin, am Tag der Sitzung mitteilt, dass sie sich wegen einer seit Monaten
geplanten Fahrt nach Brüssel vertreten lässt.

Nun ist ein Grußwort vor dem EU Parlament im Rahmen einer offiziellen Veranstaltung
natürlich kein Kegelabend. Doch kann man es sicher nachempfinden, dass die Mitglieder
der Gemeindevertretung über die verspätete Absage verärgert waren, zumal wenn man weiß,
dass ein Ausweichtermin für die in Frage stehende Präsidiumssitzung möglich gewesen
wäre.

Diese Verärgerung war denn auch in vielen Redebeiträgen in der Gemeindevertretersitzung
am letzten Freitag, dem 11. Oktober, nicht zu überhören, da hier ganz offensichtlich der
sprichwörtliche Tropfen das Fass zum Überlaufen gebracht hatte.

In den unterschiedlichen Äußerungen wurde immer wieder, zum Teil auch auf sehr
verletzende und unangemessene Weise, auf diese Brüsseler Reise negativ Bezug
genommen. Dies geschah sicher auch, weil die verspätete Information über die Abwesenheit
der Bürgermeisterin vielfach als weiterer Beleg der mangelnden Wertschätzung angesehen
wurde, die die Verwaltung und ihre Chefin den Gemeindevertretern zuteilwerden lassen.

Und so wurde in Rede und Gegenrede wiederholt auf die nicht erledigten Beschlüsse und
Anfragen verwiesen, was wieder zu Stellungnahmen führte, wobei das ganze durch
lautstarke Zwischenrufe immer wieder gestört wurde.

Wir als Krotzebojer Grüne wünschen uns, wieder zu einem professionellen Miteinander von
Verwaltung und Gemeindevertretung zurückzufinden. Wir meinen, es wäre Aufgabe der
Bürgermeisterin, auf die Gemeindevertreter zuzugehen, um auf dem Weg des Gesprächs
etwaige Irritationen zu beseitigen und durch eine gelebte, verlässliche Verbindlichkeit ihr
Vertrauen zurückzugewinnen. Denn schließlich wollen wir ja alle dasselbe:
Die Zukunft für alle Bürgerinnen und Bürger in Großkrotzenburg lebenswert gestalten.

Gemeindliche Jugendarbeit und JUZ müssen sichergestellt werden!

Nässe, Kälte, Dunkelheit, der Winter zeigte sich in den letzten Wochen von seiner unangenehmsten
Seite. Ein Wetter, bei dem man keinen Hund vor die Tür jagt. Und in die Zeit dieser unwirtlichen
Witterung fällt dann am 27.11. die Entscheidung, das Bürgerhaus bis auf weiteres zu schließen.
Damit ist auch das Jugendzentrum auf unbestimmte Zeit geschlossen, erneut, und die Kinder und
Jugendlichen stehen seit Ende November nicht nur im sprichwörtlichen, sondern im ganz realen
Regen.

Vom KinderJUZ über Hilfe bei Bewerbungen bis hin zu Gesprächsangeboten bei schwierigen
Lebenslagen und vielem mehr. Die gemeindliche Jugendarbeit bietet ein breitgefächertes Angebot
für Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen. Findet aktuell jedoch nicht mehr statt.
Für die Grünen Großkrotzenburg ist dieser Umstand nicht hinnehmbar.
Um diese wichtige Arbeit der Gemeinde schnellstmöglich wieder aufzunehmen und auch langfristig
endlich eine Perspektive für das JUZ zu finden, haben die Grünen in der Gemeindevertretersitzung
am 8. Dezember einen entsprechenden Antrag an den Gemeindevorstand gestellt, die
uneingeschränkte Fortführung der gemeindlichen Jugendarbeit sowie der Jugendzentrumsangebote
sicherzustellen!

So soll kurzfristig mit der Kath. Kirchengemeinde Sankt Klara und Franziskus Kontakt
aufgenommen werden, mit dem Ziel, das Jugendzentrum der Gemeinde übergangsweise in die
ehemaligen Räumlichkeiten des Laurentius-Kindergartens zu verlegen.
Die Jugendlichen könnten die Räume in einem Projekt selbst gestalten, wie auch schon beim
jetzigen JUZ im Bürgerhaus. Dem Vernehmen nach steht auch die Kirchengemeinde einer Nutzung
des Gebäudes als Jugendzentrum positiv gegenüber, außerdem sei das Gebäude in einem
akzeptablen Zustand, die letzte Schimmeluntersuchung wäre wohl unbedenklich ausgefallen.
All dies ist natürlich zeitnah zu klären, doch bietet sich die Chance, zumindest für den Übergang
Ausweichräumlichkeiten beziehen zu können.

Bei der Arbeit mit und an Kindern wie Jugendlichen ist Stabilität und Verlässlichkeit ein
wesentlicher Bestandteil, jedoch hängt die Zukunft des JUZ seit Jahren vom immer noch
ungeklärten Schicksal des Bürgerhauses ab. Auch wenn es nach dem nun beauftragten ZweitGutachten eventuell wieder geöffnet werden kann, forderten die Grünen in ihrem Antrag dennoch
die Grundlage für eine dauerhafte Verlegung des JUZ zu erarbeiten.
„Die schier endlose Frage, wie es mit dem Bürgerhaus weitergeht, darf nicht länger das JUZ und die
Jugendarbeit der Gemeinde in Mitleidenschaft ziehen“ so Fraktionssprecher Lucas Bäuml.
Ein möglicher neuer Standort könnte das Kellergeschoss des Kinderhauses sein, die Einrichtung
gehört der Gemeinde, die Räume wären ausreichend groß und deutlich moderner.
Die notwendigen Voraussetzungen für eine dauerhafte Unterbringung des JUZ im Kinderhaus sollen
daher geprüft und die ermittelten Daten und Kosten als Beratungsgrundlage spätestens zur nächsten
Haushaltsberatung im Februar 2024 der Gemeindevertretung vorgelegt werden.

In der Sitzung der Gemeindevertretung am 08. Dezember fand das Anliegen der Grünen
erfreulicherweise breiten Zuspruch. Um weitere Punkte ergänzt wurde schließlich ein einstimmiger
Beschluss gefasst, mit dem klaren Auftrag an das Rathaus, pragmatisch und zeitnah eine
Übergangslösung zu ermöglichen und die Beratungsgrundlage für eine dauerhafte Sicherung des
JUZ zu schaffen.

Mit den nächsten Haushaltsberatungen wird die Gemeindevertretung dann nun hoffentlich die Frage
beantworten können, wie es mit dem JUZ weitergeht.

Bildquelle: https://www.main-echo.de/region/rhein-main-hessen/keine-planung-ins-blaue-art-8054124

Grüne gehen in Klausur – Haushaltsklausur im Nebel

Die Fraktion der Krotzebojer Grüne traf sich am vergangenen Wochenende mit Mitgliedern des
Vereins im Odenwald-Städtchen Erbach zu ihrer diesjährigen Haushaltsklausur.
Das trübe Wetter bei der Anreise durch den nebeligen Odenwald konnte den TeilnehmerInnen die
Laune genauso wenig verderben, wie der Umstand das noch kein Entwurf für den Haushalt 2023
vorlag.
So wurden wichtige Themenfelder wie die aktuelle Situation Großkrotzenburg sowie die
Entwicklung der Kommune ebenso wie die Umsetzung des Grünen Wahlprogramms wie geplant
intensiv beraten.
Anhand der Haushaltsunterlagen für das Jahr 2022 konnten die gesammelten Diskussionsergebnisse
und Ideen konkretisiert sowie Antragsvorschläge und Maßnahmen vorbereitet werden.
Die eigentlich vorgesehene eingehende Prüfung des Zahlenwerks wird dann im kleineren Kreis der
Fraktion erfolgen, wenn der Haushaltsentwurf – voraussichtlich im kommenden Januar – vorgelegt
wird.
Ein Rundgang durch das mittlerweile sonnige Erbach und Teambuilding-Aktivitäten am Abend
sorgten für die nötige Entspannung und Abwechslung, und boten Gelegenheit sich im lockereren
Rahmen auszutauschen.
Was ohne Beratungsgrundlagen wie ein Stochern im Nebel erschien, ist so dennoch zielführend und
produktiv genutzt worden und die TeilnehmerInnen konnten am Sonntag mit dem guten Gefühl
nach Hause fahren, eine erfolgreiche Klausur absolviert zu haben.

Herbstwanderung zum Hahnenkamm

(Mit Kind und Kegel den Unbilden der Natur getrotzt)

Altersmäßig bunt gemischt war die Gruppe der Krotzebojer Grüne – von 6 Wochen bis knapp 60
Jahre war alles vertreten – die sich am 16. Oktober zu einer herbstlichen Wanderung traf.
Vom Treffpunkt auf dem Parkplatz an der Burg in Alzenau ging es um 10 Uhr über den Planeten
Weg zuerst nach Kälberau. Das Wetter meinte es nicht gut mit uns Wandersleuten, immer wieder
mussten wir einen stärkeren oder schwächeren Regenguss über uns ergehen lassen.
Eine erste Einkehr in der Kahltalmühle war dann auch schnell beschlossen und beim ersten oder
zweiten Frühstück konnten wir den folgenden kurzen Starkregen vom Warmen und Trockenen aus
gelassen betrachten.

So gestärkt war der Aufstieg hinter Kälberau, der sich mal flacher, mal steiler
aber ohne Pause bis zum Hahnenkammhaus zieht, gut zu bewältigen und wurde durch das allerorts
beschaubare herrliche Farbenspiel des Herbstwaldes zusätzlich belohnt. Auch die jüngste Wanderin,
im Kinderwagen befindlich, nahm in gemeinschaftlicher Anstrengung die Steigung mit Bravur.
Oben angekommen stellten wir fest, dass so eine Bergtour doch eine ziemlich schweißtreibende
Angelegenheit ist. Zum Glück hatten wir im Berggasthof Hahnenkamm reserviert, denn trotz des
durchwachsenen Wetters trafen doch nach und nach zahlreiche Gäste zu Fuß oder Mountainbike
dort ein. Der Nebenraum, den wir belegten, war klein aber gemütlich und der Flüssigkeitsverlust
konnte dort ebenso ausgeglichen werden wie die verbrannten Kalorien durch leckere Speisen.
Aufgrund unterschiedlicher Termine wanderten wir in drei getrennten Gruppen zurück, aber alle
waren sich einig: Dem Wetter zum Trotz war es eine schöne Wanderung, die wir unbedingt
wiederholen wollen!

Bäuml begegnen – Einladung zum Austausch
Bürgermeisterkandidat Lucas Bäuml

Als Kandidat für das Amt des Bürgermeisters lade ich Sie herzlich ein, sich am Sonntag, dem 13. März bei einem Stück Kuchen und einer Tasse Kaffee davon zu überzeugen, dass ich die richtige Wahl für das Amt des Rathauschefs bin.
Ich stehe Ihnen in der Zeit von 14:30 – 18:00 Uhr in den Räumen des Bürgerhauses für Ihre Fragen zur Verfügung und freue mich auf viele anregende Gespräche.
(Die aktuell gültigen Corona- und Hygieneregel finden Anwendung)

Sollten Sie am Sonntag keine Zeit haben, können Sie mich auch an meinen Infoständen treffen.

Am 11. März finden Sie mich von 15:00 bis 18:00 Uhr vor der Bäckerei Mangelmann-Rosen
und am 12. März in der Zeit von 9:00 bis 14:00 Uhr am Eingang zum Bauhof in der Schulstraße.

Und natürlich können Sie mich immer über meine Kontaktdaten erreichen und freue mich auf
Ihre Fragen und Ideen.

Ihr

Lucas Bäuml
Bürgermeisterkandidat

Haben Sie Anmerkungen, Kritik oder möchten mich näher Kennenlernen stehe ich Ihnen auf folgenden Wegen zur Verfügung.

Auf Facebook: Lucas Bäuml
Auf Instagram: @baeumllucas
Mail: buergermeister@lucas2022.de
Mobil: 0157 50 95 52 81